Erstellt am 07. September 2011, 00:00

Verkehrszählung für geforderte 30er-Zone. ANRAINERVERSAMMLUNG / Im Bereich zwischen Meidl- und Hotterweg, Paul-und Hirtengasse könnte eine 30er-Zone kommen.

Änderung? Auch am Hotterweg könnte 30er kommen.VOGLER  |  NOEN
x  |  NOEN

VON RICHARD VOGLER

MATTERSBURG / Die Situation oberhalb der Hirtengasse von den Wohnungen der Neuen Eisenstädter bis zum Hotterweg sorgte für etwas Unmut - nach der Anrainerversammlung am Montag sind die Pläne am Tisch. Zur Vorgeschichte: Bewohner der Hans Paul-Gasse (dazu gehören auch die Bewohner der Wohnungen und Reihenhäuser der Neuen Eisenstädter) sowie der Suchard-Gasse starteten ein Unterschriftenaktion.

„Durch die Wohnungen der Neuen Eisenstädter gibt es bei uns ein verstärktes Verkehrsaufkommen. Es leben viele Kinder in dieser Gasse. Es muss eine Verkehrsberuhigung geben“, berichtete eine Anrainerin der Hans Paul-Gasse. Gefordert wurde entweder eine Wohnstraße (dort ist nur eine Geschwindigkeit im Schrittempo erlaubt) oder eine 30er-Zone sowie Einbuchtungen mit Bäumen. Weiters sorgte die geplante Verbindungsstraße zwischen Hans Paul- und Suchardgasse für Unmut. „Wir wollen auf keinen Fall eine Verbindungsstraße. Wir sind immer davon ausgegangen, dass es bei uns in der Gegend eine offene Bauweise gibt und keine Wohnungen“, berichtet ein Anrainer der Suchardgasse. „Es gibt dort 27 Wohnungen, weitere derselben Anzahl sind geplant und auch Reihenhäuser. Insgesamt wird es bald 60 Einheiten geben. Pro Einheit eineinhalb Autos ergeben insgesamt 90. Auch bei uns muss es eine verkehrsberuhigte Zone geben“, so der Anrainer weiter.

Rund 80 Anwesende bei  der Versammlung

Am Montag dieser Woche wurde eine Anrainerversammlung veranstaltet, bei der alle betroffenen Personen, die im Bereich zwischen Paul Gasse, Hotterweg, Hirtengasse und Meidlweg beheimatet sind, eingeladen wurden. Rund 80 Betroffene fanden sich ein.

„Ein Kompliment an alle, es wurde sachlich diskutiert. Alles hat sich in Wohlgefallen aufgelöst“, führt SPÖ-Bürgermeisterin Ingrid Salamon aus und berichtet von den Ergebnissen: „Es hat sich herausgestellt, dass vor allem das schnelle Fahren ein Problem ist. Im Bereich dort wird eine Verkehrszählung durchgeführt. Es gibt ein eigenes Gerät, dass diese Messungen durchführt.“

Welche Schlussfolgerungen man daraus ziehen könnte? „Das hängt natürlich von den Ergebnissen ab. Sind die Voraussetzungen gegeben, so ist es gut möglich, dass dort im gesamten Grätzl eine 30er-Zone kommt. Etwas verstimmt reagiert die ÖVP, da diese nicht eingeladen war: „Besprechung: Ich bin verwundert darüber, dass weder Stadtrat noch Verkehrsausschuss zu dieser Bürgerversammlung geladen ist“, so Vize Michael Ulrich, dennoch war ÖVP-Stadträtin Brigitta Schiebendrein bei der Versammlung vor Ort. „Ein Kompliment an alle, es wurde sachlich diskutiert.