Erstellt am 10. Dezember 2015, 10:24

von Christopher Ivanschitz

Vorhaben ad acta gelegt. Bei der letzten SPÖ-Fraktionssitzung wurde der Ankauf des ehemaligen „Tiffany“ abgelehnt – nun werden neue Alternativen gesucht.

Das von Bürgermeister Rudolf Ivancsits initiierte Flüchtlingsprojekt ist derzeit auf Eis gelegt. Ursprünglich hätte das ehemalige Tiffany von der Gemeinde gekauft, adaptiert und für 29 Asylwerber zur Verfügung gestellt werden sollen.

Arbeitsgruppe stimmte gegen Gebäude-Ankauf

Bei der letzten SPÖ-Fraktionssitzung wurde allerdings beschlossen, das Vorhaben ad acta zu legen, da ein benötigtes Gutachten erst im nächsten Jahr abgeschlossen werden kann, so Orstchef Rudi Ivancsits: „Die Zusagen des Eigentümers der betreffenden Immobilie sowie des Partners Arbeiter Samariterbund (ASB) sind nur bis Ende des Jahres aufrecht. Nun werden Alternativen zur Flüchtlingsunterbringung erarbeitet. Die SPÖ Draßburg möchte weiterhin helfen.“

Nachdem das Projekt auch parteiintern Kritik einstecken musste, wurde eine Arbeitsgruppe errichtet, die das zu erwerbende Gebäude genauer unter die Lupe nahm.

„Bei den Arbeitsgruppensitzungen wurden zahlreiche Unsicherheiten in Zusammenhang mit der Bausubstanz bzw. den HKLS-Installationen in dem Gebäude am Hauptplatz identifiziert. Die zur Risikoabsicherung nötigen Gutachten würden erst in den ersten Monaten des nächsten Jahres vorliegen, somit ist das alles nicht umzusetzen“, erklärte Vizebürgermeisterin Renate Tomassovits.

Ortschef: „Stehe weiter zu meinem Ansatz“

Die angesprochene Arbeitsgruppe werde sich künftig jedoch Alternativen überlegen und diese demnächst präsentieren.

Bürgermeister Rudolf Ivancsits akzeptiert zwar die Entscheidung seiner Parteigenossen, will aber seiner Linie treu bleiben: „Ich stehe weiter zu meinem Ansatz, die Herausforderungen rund um die gegenwärtige Flüchtlingskrise in Bezug auf die Schaffung von Unterkünften, aktiv anzugehen. Daher begrüße ich die Bereitschaft der Fraktion zur aktiven Suche nach Alternativplänen“, stellte der Ortschef klar.

Außerdem weißt Ivancsits daraufhin, dass es sinnvoll ist, selbst aktiv zu werden: „Wenn eine Kommune Taten setzt, ist eine sinnvolle Verteilung und damit eine bessere Integration möglich.“