Erstellt am 14. September 2017, 12:31

von Julia Gabler

235 Kandidaten sind unter 30 Jahre alt. 1.501 Kandidaten treten auf den Wahllisten im Bezirk an. 34 Prozent davon sind Frauen, 15 Prozent sind unter 30 Jahre alt.

Symbolbild  |  APA (Expa/Jakob Gruber)

In wenigen Wochen sind die Bürger des Landes aufgerufen, ihr Kreuzerl zu machen. Im Bezirk Mattersburg stehen dafür 1.501 Namen auf den Listen der 19 Gemeinden. Davon stellt die SPÖ fast die Hälfte, absolut 684 Kandidaten. Von der ÖVP kommen 545 Wahlwerber. Von der FPÖ werden 130 Kandidaten gestellt und von den Grünen insgesamt 14. Daneben treten auch acht Listen an mit insgesamt 128 Kandidaten.

515 Frauen treten im Bezirk an

Der Frauenanteil innerhalb der Parteien ist sehr unterschiedlich (siehe Grafik unten). Von den Großparteien stellt die SPÖ die meisten Kandidatinnen mit 36 Prozent oder absolut 248 der 684 Kandidaten sind sie damit etwa fünf Prozent vor der ÖVP und mehr als zehn vor der FPÖ (Details siehe Grafik unten). Die Grünen spielen in absoluten Zahlen zwar nur eine geringere Rolle, prozentual gesehen stellen sie allerdings den höchsten Anteil an Frauen. Mehr als 70 Prozent der Kandidaten bei den Grünen sind weiblich.

„Ich bin noch nicht ganz fertig, mit dem, was ich machen will. Diverse kleinere Projekte stehen noch am Plan“Bürgermeisterin Rikki Reismüller (SPÖ)

Bei den Bürgermeisterkandidaten setzt vor allem die SPÖ auf Frauenpower. Mit Inge Posch (Hirm), Ingrid Salamon (Mattersburg) und Rikki Reismüller (Forchtenstein) gehen gleich drei amtierende Bürgermeisterinnen ins Rennen. Insgesamt gibt es – quer über alle Farben – im Bezirk nur 16 (von 59 möglichen) weibliche Spitzenkandidaten. In den Gemeinden Baumgarten, Loipersbach, Krensdorf, Sieggraben, Zemendorf-Stöttera und Antau ist das Rennen um den Bürgermeistersessel ein rein männliches.

40 Jahre Parteiarbeit: die „Oldies“ der Listen

Bei den Gemeinderatswahlen gibt es heuer wieder viele neue Gesichter, aber auch die Menschen, die schon seit Jahren Parteiarbeit leisten. Der 78-jährige Johann Eitzenberger ist seit unglaublichen 40 Jahren für die SPÖ Forchtenstein im Gemeinderat tätig und tritt heuer zum letzten Mal an: „Ich komme aus einer roten Familie und war immer schon Sozialist und bin bis heute meiner Linie treu geblieben. Ich bin seit 1999 Pensionistenobmann und wollte und will auch heute noch in meiner Heimatgemeinde etwas bewegen.“

Auch Herbert Schefberger von der ÖVP Schattendorf kann auf seine lange Dienstzeit stolz sein: „Ich bin 66 Jahre alt und seit 40 Jahren ÖVP-Gemeinderat in Schattendorf. Wenn ich noch etwas machen könnte, würde ich das Sportangebot im Ort erweitern und eine Outdoor-Fitnessanlage errichten.“

„Ich war vor 20 Jahren genauso aktiv wie jetzt, das bestätigen auch die positiven Rückmeldungen“, Bürgermeister Matthias Weghofer (ÖVP).

Neben den „alten Hasen“ auf den Listen, finden sich natürlich viele Jugendkandidaten. 235 der 1.501 Kandidaten sind im Bezirk unter 30 Jahre alt. Spitzenreiter im Bezirk ist dabei die SPÖ. Sie stellt 115 Kandidaten, die jünger als 30 sind, die ÖVP 82. Bei den Ortsparteien haben ebenfalls die Roten die Nase vorn, in Pöttsching sind von den 16 der 46 Kandidaten unter 30 sind. Auch bei den Grünen

„Die jüngere Gesellschaft sollte sich mehr mit dem Thema Politik auseinanderzusetzen, denn die Kinder von heute sind unsere Zukunft.“ so Nadja Schneeberger (SPÖ Loipersbach).

Die „Jüngsten“ unter den Jungen“ sind die 1999-Geborenen. Um selber gewählt zu werden, muss man nämlich 18 sein. Der jüngste Wahlkandidat des ganzen Bezirkes ist Florian Trimmal aus Rohrbach.

Er wurde am 17. August, also nur wenige Wochen vor dem Stichtag, dem Wahltag, 18 und tritt für „Wir für Rohrbach“ an. Trimmel hat schon einige Pläne: „Als Jüngster bei ‚Wir für Rohrbach‘ liegt mir besonders meine Generation und das Vereinswesen am Herzen, wie zum Beispiel WLAN Hotspots an öffentlichen Plätzen.“ Auch in Loipersbach gibt es eine 99-erin, die für die SPÖ antritt. In Draßburg treten gleich zwei 18-Jährige an, Matthias Müllner (SPÖ) und Andreas Paulesits für die (ÖVP).