Erstellt am 25. Mai 2011, 00:00

Was soll mit dem MEZ geschehen?. NEUER STANDORT / ÖVP könnte sich eine Übersiedlung des Gemeindeamtes ins MEZ vorstellen. FPÖ fordert Hallenspielplatz.

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VON RICHARD VOGLER UND

KATHARINA TSCHÜRTZ

MATTERSBURG / Das Angebot im Mattersburger Einkaufszentrum (MEZ) ist dürftig. Im Eingangsbereich gibt es zwar die Bäckerei Linauer und das Modegeschäft Glatter, im Innenbereich stehen die meisten Verkaufslokale jedoch leer. FPÖ-Obmann Peter Pregl fordert nun: „Das MEZ soll ein Hallenspielplatz werden.“ Der FPÖ-Stadtparteiobmann verweist auf das Beispiel in Wiener Neustadt, dort gibt es seit 2006 im Industriegelände Nord das Jungle Indoor Playland, eine Hallenanlage mit verschiedenen Spielecken inklusive Trampolinanlage, Quadbahnen und Hochseilgarten.

ÖVP: Übersiedlung des  Gemeindamtes ins MEZ

„Ich kann die Forderung der FPÖ in keiner Weise nachvollziehen. Die ÖVP hat sich bereits Gedanken über das Mattersburger Einkaufszentrum gemacht. Da ein Neubau des Gemeindeamtes im Raum steht, könnten wir uns vorstellen, das MEZ als neuen Standort ins Auge zu fassen. Natürlich müsste man sich die Situation mit einem Architekten anschauen, ob die Umsetzung überhaupt möglich ist. Es braucht jedoch einen Schulterschluss mit der SPÖ. Ohne die regierende Partei geht in dieser Sache nichts“, so Mattersburgs ÖVP-Vizebürgermeister Michael Ulrich. Der Neubau des Gemeindeamtes war Thema der letzten ÖVP-Klausur. „Einen Spielplatz am Veranstaltungsplatz fordert die ÖVP bereits seit Längerem, so wie bei den Vorbildern Eisenstadt, Wiener Neustadt und Oberpullendorf“, so Michael Ulrich.

SPÖ: Wiener Neustadt nicht  mit Mattersburg vergleichbar

Auch SPÖ-Bürgermeisterin Ingrid Salamon kann der Idee der Freiheitlichen nichts abgewinnen. „Ich verstehe die Forderung der FPÖ in keinster Weise. Die Situation in Mattersburg ist mit der in Wiener Neustadt nicht vergleichbar, da das MEZ sich mitten in der Stadt befindet. Die bestehenden Geschäfte sind nach wie vor wichtig“, so die Ortschefin. Zur Übersiedlung des Gemeindeamtes ins MEZ zeigt sich Salamon skeptisch: „Die Räumlichkeiten im MEZ sind nicht optimal.“ Dennoch ist die Stadtchefin für eine vernünftige Lösung für das Einkaufszentrum: „Wir möchten das MEZ, so wie es ist, nicht sterben lassen.“

„Prinzipiell ist es nicht schlecht, wenn etwas für Kinder gemacht wird. Das MEZ befindet sich jedoch nicht im Besitz der Gemeinde, sondern einer Gesellschaft, die sicherlich Interesse daran hat, damit Geld zu verdienen. Die Frage ist, wie sich Büroräume mit einem Kinderspielplatz vereinen lassen. Deshalb ist es fraglich, ob dort der geeignete Platz für Kinderentertaiment ist“, findet Sonja Sieber von den Grünen.

MEZ wird eventuell von  Interessenten gekauft

Das Mattersburger Einkaufzentrum (MEZ) befindet sich im Besitz der Wiener Firma ECO Business-Immobilien AG. Insiderberichten zufolge gibt es bereits einen Interessenten, der das MEZ kaufen möchte. Dies sei zu 90 Prozent fix. Bei der Gemeinde nachgefragt, hieß es nur: „Die Stadtgemeinde darf diesbezüglich keine Auskunft geben“, so Bürgermeisterin Ingrid Salamon.

Der Vertreter für die burgenländischen Immobilien der Firma ECO Business-Immobilien AG war bis Redaktionsschluss für eine Stellungnahme leider nicht erreichbar.

SPÖ-Ortschefin Ingrid Salamon möchte das MEZ so wie es ist nicht sterben lassen.

FPÖ-Obmann Peter Pregl will das MEZ mit einen Hallenspielplatz neu beleben.

ÖVP-Vize Michael Ulrich sieht das MEZ als neuen Standort fürs Gemeindeamt.

Grüne-Obfrau Sonja Sieber sieht das MEZ nicht als optimalen Raum für Kinder an.

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