Erstellt am 12. Oktober 2011, 00:00

„Wie ein Mini-Urwald in unserem Stadtzentrum“. WULKA / Apotheker Werner Seedoch missfällt der Wildwuchs in der Wulka. Das Zurückschneiden der Pflanzen ist schon geplant.

Bis über den Uferrand. Aufgrund der ausbleibenden Hochwässer wuchern die Pflanzen heuer besonders stark.RICHARD VOGLER  |  NOEN
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VON RICHARD VOGLER

MATTERSBURG / Die Situation bei der Wulka geht Werner Seedoch gegen den Strich. „Dieser Anblick ist einer Bezirkshauptstadt nicht würdig. Das schaut aus wie ein Mini-Urwald in unserem Stadtzentrum!“, empört sich der Apotheker. Was Seedoch im Konkreten anspricht: Im regulierten Bachbett der Wulka von der Bachgasse weg in Richtung Forchtenstein wuchern die Pflanzen bis über den Uferrand. Vom Weg aus betrachtet ist das Wasser zum Teil nur sehr schwer zu erkennen. „Ich will niemanden verunglimpfen. Ich bin Fischereipächter an der Wulka und fühle mich verpflichtet, diesen Umstand aufzuzeigen.“

Gemeinde reichte  bereits Antrag ein

Für die Pflege der Wulka ist die Stadtgemeinde in Zusammenarbeit mit dem Land Burgenland, im Konkreten die Abteilung 9 (Wasser- und Abfallwirtschaft) zuständig. Sollten Sanierungsmaßnahmen oder Arbeiten in Betracht gezogen werden, muss dies die Stadtgemeinde melden. Die zuständige Abteilung des Landes begutachtet dies, die Arbeiten werden dann von der Gemeinde und der Landesregierung durchgeführt. Angedachte Maßnahmen sind bereits in die Wege geleitet worden. „Ein Schreiben von der Stadtgemeinde ist eingegangen. Ich bin noch nicht dazugekommen, es zu bearbeiten“, berichtet Helmut Rojacz, Leiter des Hauptreferates Wassermengenwirtschaft. Bauhofleiter Günter Dorner weiß mehr: „Die Gemeinde hat den Antrag vor etwa einem Monat schriftlich eingebracht. In den Sommermonaten ist es verboten, Sträucher zu stutzen, erst ab Anfang November wieder“, so Dorner, der weiter ausführt: „Bei Hochwasser werden die Samen und Stecklinge weggespült. Heuer hat es keines gegeben, darum ist der Wuchs so intensiv. Ob so was nicht schön ist, das ist Ansichtssache.“

Mattersburgs SPÖ-Bürgermeisterin Ingrid Salamon unterstreicht die ökologische Komponente: „Aus der Sicht des grünen Daumens ist es von Vorteil, wenn es viele Pflanzen in der Wulka gibt. Das Wasser etwa ist mit einem Mehr an Pflanzen viel sauerstoffhältiger.“