Erstellt am 26. November 2014, 09:59

von Christopher Ivanschitz und Michael Kremser

Festivalstraße neu?. Opposition sieht keine Klarheit in Weghofers Verhalten bei der Schöllingstraßensanierung.

Gemeindevorstand Dietmar Rath (o.) sieht sich als Bürger der Marktgemeinde hintergangen, Ortschef Matthias Weghofer (M.), kontert gezielt. Gegenstand des Disputs ist wieder einmal die Schöllingstraße (u.).  |  NOEN, zVg

Vor Kurzem sorgte der, wie sich bereits herausstellte, falsche Artikel einer Tageszeitung über das baldige Aus der Wiesen-Festivals für große Aufregung. Selbstverständlich auch in der Festivalgemeinde, deshalb stand das Projekt Klostergraben, also konkret die Sanierung der Schöllingstraße, die zum Gelände führt und mit Schlaglöchern übersät ist, wieder einmal als leidiger Punkt auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung.

Seit über 20 Jahren wird in der Gemeinde Wiesen auf die Umsetzung des Projektes „Klostergraben“ gewartet. Dabei soll ein Hochwasserschutz für die Schöllingstraße, für den Gewerbepark sowie für den Sportplatz und das Festivalgelände errichtet werden. „Während die Gelder von Bund und Land seit Längerem bereitliegen, will Wiesens Bürgermeister Weghofer trotz zweier vorangegangener einstimmiger Beschlüsse des Gemeinderates sein Vorhaben nun zurückziehen und das vorhandene Budget für andere Zwecke einsetzen“, berichtet Dietmar Rath von der Wieser Plattform.

Wiesen selbst müsste dabei noch für 600.000 aufkommen, damit der geplante Damm und das Bachbett errichtet werden können. Die Ausrede des Bürgermeisters will man dabei nicht einfach so hinnehmen: „Die Aussage, dass einige Grundstückseigentümer nicht zustimmen wollen, ist nicht wahr. Es steht im Prinzip nichts dagegen“, fügte das Gemeindevorstandsmitglied hinzu.

"Vorwürfe vollkommen aus der Luft gegriffen"

Bürgermeister Matthias Weghofer kontert diesen Vorwürfen streng entgegen: „Hätte die Wieser Plattform nicht wieder einmal vorzeitig die Sitzung verlassen, so wüssten sie, dass ich einen Beschluss zur Sanierung der Schöllingstraße erwirken wollte, und nicht das Projekt platzen lassen. Diese Vorwürfe sind vollkommen aus der Luft gegriffen, auch Ewald Tatar als Veranstalter der Wiesen-Festivals war vollkommen verärgert. Die Sanierung der Schöllingstraße ist uns ein Anliegen, wir haben dafür rund 150.000 Euro budgetiert, die Straße wird bis Ende Mai saniert, das kann die Opposition nicht verhindern, nur wieder verzögern, und damit handelt sie, wie schon so oft, gegen die Bürger. Und für den Wildbachverbau werde ich mir die Zustimmung von Streitbürgern, die einfach nicht einsehen, dass sie mit ihrer Sturheit die Sicherheit der Mitbürger gefährden sicher nicht erkaufen.“