Erstellt am 17. April 2013, 00:00

Wiesen: Hang unter Haus rutschte weg. Gefahr gebannt? / Nur der Gartenzaun wurde von den Erdmassen mitgerissen. Nun wird zur Sicherung eine Betonwand errichtet.

Abgerutscht. Ein rund acht Meter hoher Hang gab nach. Foto: R. Vogler  |  NOEN, R. Vogler
Von Helga Ostermayer

WIESEN / Nicht schlecht staunte der Wiesener Bautechniker Ruben Koch, als er Anfang April von der Arbeit nach Hause kam, denn der Hang direkt neben seinem Haus bei der „Roten Erde“ war abgerutscht. „Mein Haus wurde vor sechs Jahren erbaut und ich bewohne es alleine. Als ich an besagtem Tag von meiner Arbeit in Kobersdorf heimkam, sah ich, was geschehen war. Passiert ist an meinem Anwesen zum Glück nicht viel, nur mein Gartenzaun ist weggerutscht. Wer den bezahlt, ist bis jetzt noch nicht geklärt“, berichtet der Hausbesitzer.

„Die Gemeinde ist schon dabei zur Hangsicherung eine Spritzbetonwand mit Vernagelung an der Wand zu errichten“, fährt er fort, mehr Informationen seien ihm derzeit noch nicht bekannt. Wie fühlt man sich, wenn direkt neben dem eigenen Haus der Hang zu rutschen beginnt? „Ich habe das anfangs gar nicht so arg empfunden, erst nach und nach ist immer mehr Boden abgerutscht“, erzählt der Hausbesitzer, der ganz auf die Fachleute vertraut.

Bürgermeister Matthias Weghofer sagt dazu: „Wir haben sofort alles unternommen, um die Gefahr zu bannen. Es wird schon daran gearbeitet, den Hang und das Haus zu sichern, das ist das Wichtigste.“ Bis jetzt ist dem Ortschef kein derartiger Vorfall in diesem Gebiet bekannt. Wer das zahlen soll, ist noch nicht genau geklärt. „Wir haben die Bezirkshauptmannschaft und das Land eingeschaltet. Außerdem werden wir versuchen, Geld über den Katastrophenfond des Landes zu lukrieren“, so Bürgermeister Weghofer.