Erstellt am 16. Dezember 2015, 07:45

von Christopher Ivanschitz

Wiesen: Wohnstätte benötigt. Nachdem ein geeigneter Platz gefunden wurde, fordert eine Elterninitiative den Neubau – Land ist gefordert.

Beim Diskriminierungsmerkmal Behinderung gibt es laut Christine Rosenbach, Leiterin der NÖ Antidiskriminierungsstelle, Nachholbedarf.  |  NOEN, Foto: Pressmaster/ Shutterstock.com

Laut einer Elterninitiative des nördlichen Burgenlandes ist eine Errichtung einer Behindertenwohnstätte in Eisenstadt notwendig – betroffen davon wäre auch eine junge Wiesenerin, die in zwei Jahren einen Platz benötigen würde.

Diese Elterninitiative hat vor drei Jahren begonnen, einen Bauplatz zu erwirken, nach zahlreichen Gesprächen wurde Seitens der Landesregierung auch ein Neubau zugesagt.

Die Stadtgemeinde Eisenstadt hat einen Baugrund am Krautgartenweg für die Errichtung angekauft und dafür zur Verfügung gestellt, auch gab es bereits eine Besichtigung durch einen Architekten, der diesen Grund für geeignet befunden hat.

Nun fordern die betroffenen Eltern den Zug der Landesregierung. Da für derartige Angelegenheiten das Büro Darabos zuständig ist, liegt der Fall in dieser Abteilung auch auf.

Keine Möglichkeit im Eisenstädter Raum

Dort wollte man zu diesem Fall jedoch keine Stellungnahme abgeben, da das Verfahren derzeit noch in Bearbeitung ist.

Die Kinder der Betroffenen besuchen derzeit noch das Sonderpädagogischen Zentrum in Eisenstadt – da diese Betreuung mit der Beendigung der Schulpflicht jedoch ein Ende hat, gibt es in Eisenstadt danach keine Möglichkeit mehr, dass die Kinder und Jugendlichen mit besonderen Bedürfnissen weiterhin Betreuung und Förderung erhalten.

„Es besteht dringender Bedarf an Tagesbetreuungsplätzen sowie teilstationären und stationären Einrichtungen mit ständiger medizinischer, therapeutischer und pädagogischer Betreuung durch ein multiprofessionelles Team – außerdem wären zusätzliche Plätze in Behindertenwerkstätten notwendig“, so eine Sprecherin dieser Elterninitiative.