Erstellt am 14. November 2013, 00:00

Wilderer schoss beim Kogelacker ein Reh an. Empört / Die Jägerschaft von Mattersburg und Wiesen ist aufgebracht wegen eines gewilderten Rehs. Polizei hat einen Verdächtigen.

MATTERSBURG / Eine Spaziergängerin, die am Sonntag gegen halb acht in der Früh in der Nähe des Kogelackers – an der Hottergrenze zu Wiesen – unterwegs war, hörte in der Nähe einen Schuss und fand beim Nachschauen ein angeschossenes Reh.

Die Frau verständigte sofort einen Jäger aus Wiesen, der wiederum, weil es sich nicht um eine Jagd handelte, die Polizei verständigte. Jäger erlösten das verletzte Tier von seinem Schmerz.

Befragter bestritt, etwas damit zu tun zu haben 

Die Exekutive befragte noch vor Ort einen Mann, der sich in der Nähe aufgehalten hatte. Es handelt sich dabei um einen Jäger, der in Wiesen einen Wochenendwohnsitz hat. „Dieser bestritt aber, mit der Sache etwas zu tun zu haben“, so Stefan Heinrich von der Bezirkspolizei. Laut Konrad Kremser aus Wiesen soll es auch eine Blutspur gegeben haben, die am Grundstück des mutmaßlichen Schützen endet.

Der Jägerschaft entstand durch das 19 Kilo schwere tote Wild ein Schaden von rund 100 Euro. Es wurde Anzeige erstattet.

Die Mattersburger Exekutive und der Jagdleiter von Matterburg, Eduard Jakubec, sind nun mit den weiteren Erhebungen beschäftigt.

„Kann zu schwebendem Verfahren nichts sagen“ 

„Wir haben ein Reh gefunden, das angeschossen worden war. Da es sich hier um ein schwebendes Verfahren handelt, kann und will ich dazu nichts mehr sagen“, so Jakubec „Wir haben bereits einen Verdächtigen ausgeforscht“ weiß Stefan Heinrich von der Polizei.

Laut Konrad Kremser vermuten die Wiesener Jäger schon seit Langem einen Wilderer, der in diesem Jagdgebiet sein Unwesen treibt.

Auf Privatgrundstück Wildfütterung errichtet 

„Der mutmaßliche Schütze hat zur Wildbeobachtung auf Privatgrund eine Wildfütterung und Salzlecke errichtet“, weiß er.

Das kann der Mattersburger Jagdleiter aber nicht bestätigen: „Ob da schon öfter gewildert wurde, das kann man nicht kontrollieren.“