Erstellt am 24. September 2013, 13:13

Wirbel um Schulposten. HAK Mattersburg / Die geschlechtsspezifische Ausschreibung für neues Direktorenamt sorgte für Intervention der Lehrergewerkschaft.

Die Neubesetzung des Schulleiterpostens an der HAK Mattersburg (sie kooperiert mit der Fußballakademie und eine Klasse bildet die Fußball-HAK) sorgt für Aufregung sowie Intervention der Lehrergewerkschaft im Unterrichtsministerium.

Der Schulleiter der HAK, Jörg Vajda, tritt mit 1. Dezember in den Ruhestand. Am 29. August ging ein Schreiben vom Landesschulrat an das Büro des Unterrichtsministeriums. Darin wird um die Ausschreibung der Stelle mit einem pikanten Zusatz - der laut Landesschulrat mit Bundesministerin Schmied und Sektionschef Stelzmüller so vereinbart wurde - ersucht: „Besondere Kenntnisse im Bereich Fußball (Trainer-, Managerausbildung) in einer der obersten österreichischen Spielklassen“.

Einwand der Gewerkschaft zeigt Wirkung

Nach Aufregung innerhalb der Lehrergewerkschaft FCG wurde bei Stelzmüller mit der Begründung, ob mit dem Zusatz nicht weibliche Bewerberinnen benachteiligt werden und nicht die Position auf eine Person zugeschnitten sei, interveniert. Der Einwand der Gewerkschaft dürfte seine Wirkung erzielt haben: Stelzmüller (er war für eine Stellungnahme nicht erreichbar) soll laut Insiderberichten nun zurückrudern und die Stelle geschlechtsneutral, mit Sportbezug ausschreiben.

Jürgen Rainer von der FCG hält fest, dass „so etwas nicht grundsätzlich falsch ist. Dass diese Ausschreibung Frauen ausschließt, darf jedoch nicht sein.“ Landesschulratspräsident Gerhard Resch steht weiter zur Ausschreibung: „Mir geht es nicht um eine Person, wir brauchen jemanden mit Sport-Bezug. In Stams etwa wird auch so vorgegangen.“