Erstellt am 18. März 2015, 06:20

von Christopher Ivanschitz

Wirbel um Sperre in Schattendorf. Während man in Schattendorf nur mehr auf den offiziellen Bescheid wartet, wird der Ärger anderer Gemeinden immer größer.

Mit der temporären Sperre will Schattendorf dem steigenden Pendlerverkehr Einhalt gebieten. In Wulkaprodersdorf, Antau und auch Zagersdorf wird diese hingegen Spuren hinterlassen.  |  NOEN, www.BilderBox.com (www.BilderBox.com)
Zwar wartet man in Schattendorf noch auf den offiziellen Bescheid der BH, allerdings scheint das Thema Grenzsperre nur mehr Formsache zu sein.

Die temporäre Schließung – im Zeitraum von fünf und acht Uhr sowie von 16 bis 19 Uhr – zwischen der Gemeinde und dem ungarischen Agendorf wäre natürlich eine Entlastung für die Schattendorfer selbst, woanders könnte dies jedoch negative Folgen mit sich bringen.

Ärger bei Wulkaprodersdorfs Ortschef

„Ich finde die Vorgehensweise einfach nicht richtig. Das Problem wird dadurch nicht gelöst, sondern einfach nur abgewälzt, ganz nach dem Motto: Hauptsache es brennt nicht bei uns. Wenn das so weitergeht, dürfte bald keiner mehr mit dem Auto unterwegs sein“, ärgerte sich zum Beispiel Wulkaprodersdorfs Bürgermeister Fritz Zarits (ÖVP) und führt weiter aus: „Auch wir liegen sehr zentral und in puncto Verkehr sehr ungünstig, allerdings sehen wir das auch ein und akzeptieren das.“



Laut Zarits seien Wulkaprodersdorfs Nachbargemeinden Antau und Zagersdorf noch mehr betroffen. Zagersdorfs Vizebürgermeister Christoph Zarits (ÖVP) machte seinem Ärger ebenfalls Luft und schlug in dieselbe Kerbe: „Da wird der Verkehr lediglich und rücksichtslos auf uns verschoben.“

„Waren froh als wir LKW-Verkehr los wurden“

Bürgermeister Helmut Zakall (SPÖ) erklärte wiederum, die Auswirkungen erst beobachten zu wollen.
Antaus Ortschef Adalbert Endl (ebenfalls ÖVP) ist natürlich auch nicht begeistert und wird schon bald eine Verkehrszählung veranlassen: „Wir waren sehr froh, dass wir den LKW-Verkehr los geworden sind, nun wird sich die Situation wohl wieder verschlechtern und das, obwohl die Belastung auch so schon hoch genug ist. Ich hoffe, dass man bald eine andere Möglichkeit findet“, so Endl.

Schattendorfs Bürgermeister Johann Lotter wartet nun weiterhin auf die Entscheidung der BH und will keine voreiligen Schlüsse ziehen: „Der Verkehr wird sich hoffentlich auf die Autobahnen verlegen“, so der Ortschef abschließend.

Der zuständige Mattersburger Bezirkshauptmann Klaus Mezgolits wartet nur noch auf die Weisung der Landesregierung, die laut dessen Angaben bis Ende der Woche eintreffen sollte.