Erstellt am 07. November 2012, 00:00

Wirbelsturm ohne Schaden überstanden. „Sandy“ / Ulli Glocknitzer aus Mattersburg und die aus Neudörfl stammende Alexandra Schuster waren während des Sturms in New York.

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Von Richard Vogler und Mathias Schranz

MATTERSBURG / NEUDÖRFL / Der Hurrikan „Sandy“ hinterließ in Teilen New Yorks verheerende Schäden. Die Mattersburger Ulli und Reinhard Glocknitzer waren ebenso während des Sturms in der Welt-Metropole. In Midtown Manhattan, wo die beiden wohnten, war „es absolut nicht tragisch. Der Sturmbeginn war für 18 Uhr angesagt, um 21 Uhr hatte das Nieseln schon gestoppt und es gab nur mehr leichten Wind. Einige Leute gingen wieder durch die Straßen, auch Autos fuhren wieder herum“, berichtet Glocknitzer.

Seit Montagabend der Vorwoche kein Strom 

Das Hotel der beiden war dennoch vom Sturm in Mitleidenschaft gezogen worden. Seit Montagabend der Vorwoche gibt es dort keinen Strom. „Das Unglück an der Küste war in vollem Gange. Ein E-Werk ist explodiert, deswegen lag ein Teil New Yorks im Finsteren. Gegenüber von uns brannte Licht, viele Blocks ab unserer Reihe waren jedoch dunkel“, so Glocknitzer. Das Service im Hotel war jedoch optimal. „Die Angestellten unseres Hotels waren überaus bemüht, wir bekamen auch jede Menge Leuchtsticks. Am Tag nach dem Hurrikan waren noch einige Geschäfte geschlossen, besonders die Großketten. Konnten doch viele Angestellte nicht nach Manhattan kommen - die Tunnels und die U-Bahnen waren geflutet, die Brücken gesperrt. Die Touristen waren natürlich zu Tausenden unterwegs und plünderten die paar offenen Geschäfte“, berichtet Glocknitzer abschließend.

Die aus Neudörfl stammende Alexandra Schuster arbeitet für Siemens und lebt seit 2007 mit ihrem Mann Georg Köppl aus Weikersdorf im New Yorker Stadtteil Brooklyn – seit sieben Monaten ist auch Sohn Jakob New Yorker. Vor dem Hurrikan deckten auch sie sich mit Vorräten ein. „Wir haben uns Wasser, Lebensmittel, Batterien und Ähnliches besorgt. Am Sonntag waren die Geschäfte in unserer Umgebung bereits ziemlich leer gekauft, kein Wasser mehr in den Regalen und die Dosenvorräte knapp.“ Von Überschwemmungen blieb ihre Umgebung zwar verschont, trotzdem war es lebensgefährlich: Entwurzelte oder umgeknickte Bäume, abgedeckte Dächer: „Immer wieder wurden Mülltonnen und andere Gegenstände mitgerissen, die Straßen waren wie leer gefegt.“

Die Entschlossenheit der New Yorker faszinierte die Mutte: „Sie lassen sich nicht unterkriegen, bereits am Tag nach Sandy hatten viele Geschäfte wieder offen. Wo es notwendig war, wurde improvisiert, und wer selbst heil davon gekommen ist, hilft jenen, die nicht so viel Glück hatten.“ Auch Halloween hätten sich die Bewohner der Millionenstadt nicht nehmen lassen: „Obwohl alle Paraden abgesagt wurden, traf man überall kleine Monster und Prinzessinnen, die mit Trick & Treat einen Lichtblick in die schwierige Situation brachten.

In der Metropole. Reinhard und Ulli Glocknitzer in der Nähe des Broadway

zVg