Erstellt am 27. Februar 2013, 00:00

Wirrwarr um Rede. Redewettbewerb / Anna Schneeberger wurde wegen versäumter Frist nicht zum Schulentscheid zugelassen. Nachmeldung nicht möglich.

Enttäuscht. Anna Schneeberger glaubte angemeldet zu sein, wurde aber nicht zum Redewettbewerb zugelassen.Privat  |  NOEN
Von Nina Sorger

SCHATTENDORF / Der Vorentscheid zum Landesredewettbewerb sorgte im Eisenstädter Gymnasium Kurzwiese für Verwirrung. Die Schattendorferin Anna Schneeberger wurde nicht zugelassen. „Vor den Ferien habe ich mit meiner Deutschlehrerin ausgemacht, dass sie mich anmeldet und ich ihr die Rede bis Mittwoch nach den Ferien (20. Februar) zum Durchsehen schicke“, schildert die Siebtklässlerin: „Als ich ihr diese Woche per E-Mail die Rede schickte, hieß es, sie hätte geglaubt, ich hätte mich umentschieden, und ich sei nicht angemeldet.“ Der Haken: Die Anmeldefrist endete bereits am 8. Februar, daher war Anna für den Wettbewerb der Schule nicht zugelassen: „Der Lehrerin, die den Wettbewerb organisiert, war es richtig peinlich, dass solche Verwirrung herrscht. Schließlich erklärte die Direktorin, eine Nachmeldung wäre nicht möglich.“

„Wenn Frist versäumt, selber schuld“ 

Anna ist sich ihres Versäumnisses bewusst: „Ja, ich habe die Rede nicht fristgerecht geschickt. Aber mir war nicht klar, dass sie nur Reden zulassen, die vorher durchgesehen wurden – ich habe schon einmal mitgemacht, und diese Rede hat meine Lehrerin vorher auch nicht angeschaut. Ich bin enttäuscht.“

Kurzwiese-Direktorin Karin Rojacz-Pichler reagiert erzürnt: „Ich hab mich mit dem Fall nicht näher befasst. Aber wenn eine Schülerin eine Frist versäumt, dann ist das ihre Schuld – da braucht man nicht so einen Wind drum zu machen!“ Anna geht es indes nicht um die Wettbewerbsteilnahme an sich: „Meine Rede handelt von den Flüchtlingen in der Votivkirche und der Asylpolitik. Ich habe den Wettbewerb als Chance gesehen, das Thema einem größeren Publikum vorzustellen.“ Diese Chance könnte sie durch die Vermittlung eines Freundes dennoch bekommen und ihre Rede vor jenen halten, die sie betrifft: vor den Flüchtlingen in der Votivkirche.