Erstellt am 02. Februar 2011, 00:00

Wohneinheiten sind fast zur Gänze ausgelastet. BAUTRÄGER/ Nur wenige Wohnungen und Reihenhäuser der OSG, Pöttschinger und Eisenstädter sind unbewohnt.

Wohnraum für Familien. Die zehn Reihenhäuser in der Dr. Hans Paul Gasse (Nähe Hirtengasse) wurden 2009 übergeben. Prokurist Franz Gebhardt kann über ein Mangel an Aufträgen nicht klagen.  |  NOEN
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VON HELGA OSTERMAYER

BEZIRK / Der Wohnbau im Bezirk boomt. Die größten Wohnbauträger, es sind das die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG), die Erste Burgenländische gemeinnützige Sieglungsgenossenschaft (EBSG), auch als Pöttschinger bezeichnet, und die Neue Eisenstädter Siedlungsgenossenschaft, schufen im Bezirk insgesamt 2295 Wohneinheiten. Bei jenen Einheiten, die schon länger bestehen, sind bis auf vier Wohnungen sind alle bewohnt, zwei davon - in Hirm und in Loipersbach - werden aber, laut OSG, demnächst schon bezogen. Bei den vor kurzem übergebenen Wohungen der Pöttschinger „Am Kirchberg“ gibt es noch einige freie Einheiten.

Alfred Kollar, Geschäftsführer der OSG, berichtet: „Wir haben bis jetzt in 16 Gemeinden des Bezirks 1471 Wohneinheiten errichtet. Davon 1351 Wohnungen und 120 Reihenhäuser. 31 Häuser stehen in Neudörfl, 62 in Mattersburg.“

Weiters verwaltet die OSG zwei Kindergärten, ein jugendtherapeutisches Wohnheim in Forchtenstein, ein Altenwohn- und Pflegeheim in Mattersburg und 52 Geschäftslokale. Im Vorjahr konnte in Antau das erste OSG-Wohnprojekt, eine Wohnhausanlage mit zwölf Wohnungen, gestartet werden. Antau ist damit die 17. der insgesamt 19 Gemeinden des Bezirks, in der diese Genossenschaft aktiv ist.

„Aktuell werden in zehn Gemeinden auf 14 Baustellen 119 Wohneinheiten errichtet, 110 Wohnungen sowie fünf Reihenhäuser in Mattersburg und vier Reihenhäuser in Baumgarten. Außerdem befinden sich in Draßburg ein Altenwohn- und Pflegeheim sowie ein Sportzentrum in Bau“, erzählt der OSG Geschäftsführer. Insgesamt sollen im heurigen Jahr noch zehn Bauvorhaben mit knapp 100 Wohneinheiten vorbereitet werden.

„Durch die sehr engagierte Mitarbeit der Gemeinden ist es uns in den letzten Jahrzehnten gelungen, im Bezirk Wohnraum für knapp 3500 Menschen zu schaffen. Auch aktuell befindet sich die OSG Bautätigkeit stabil auf hohem Niveau“, so Kollar.

Die derzeit verzeichnete Nachfrage, insbesondere in der Bezirkshauptstadt selbst - sie ist mit demnächst bereits knapp 700 Wohneinheiten der drittgrößte OSG-Standort - lässt darauf schließen, dass auch zukünftig mit einer umfangreichen Wohnbautätigkeit der OSG zu rechnen sein wird.

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474 Einheiten errichtete  EBSG, 350 die Eisenstädter

Von der Pöttschinger wurden im Bezirk 474 Wohneinheiten gebaut. Jene, die schon länger bestehen, sind alle vergeben. Bei den vor kurzem fertig gestellten Wohnungen „Am Kirchberg“ gibt es noch zu vergebene Einheiten. Dort wird weiter gebaut und es entstehen weitere Wohnungen wie auch in der Kirchäckergasse. „Im Bezirk Mattersburg sehen wir eine sehr positive Entwicklung“, sagt Peter Schlappal, Geschäftsführer der EBSG.

Die Neue Eisenstädter Siedlungsgenossenschaft baute im Bezirk bis jetzt 350 Wohneinheiten. Zwei davon - eine in Mattersburg, eine in Antau - stehen leer. Fleißig gebaut wird auch bei dieser Genossenschaft, so entstehen in Sieggraben gerade drei Reihenhäuser sowie 27 Wohnungen in der Mattersburger Hirtengasse. Noch heuer soll in Forchten-stein mit dem Bau von acht Wohnungen, in Krensdorf von sechs Wohnungen, in Marz von ebenfalls sechs Wohnungen und in Rohrbach mit dem Bau von acht Reihenhäusern begonnen werden. Geschäftsführer Franz Gebhardt kann über die Auftragslage nicht klagen, ein deutliches Nord/Süd-Gefälle sei aber im Burgenland feststellbar. „Im Norden ist der Wohnungsmarkt noch aufnahmefähig, im Süden nicht mehr so stark“, so Gebhardt.