Erstellt am 06. Februar 2013, 00:00

Wohnhausschütze auf freiem Fuß. Gerichtstermin 22. Februar / Der 61-jährige Pensionist, der auf eine Nachbarwohnung schoss, wurde aus der Untersuchungshaft entlassen.

Vor Gericht. Ein 61-jähriger Wohnhausschütze befindet sich bis zur Gerichtsverhandlung am 23. Februar auf freiem Fuß.  |  NOEN

MATTERSBURG / Der 61-jährige Pensionist, der im vergangenen November mehrere Schüsse auf die Wohnung seiner Nachbarn in der Siedlung in der Wiener Straße in Mattersburg abgefeuert hat, ist nun auf freiem Fuß.

Er befand sich wegen Flucht-, Verdunkelungs- und Tatbegehungsgefahr für mehrere Wochen in Untersuchungshaft. Der Gerichtstermin wurde für den 22. Februar festgesetzt.

Bereits am 23. Jänner sei ein Strafantrag eingebracht und der Betroffene noch am selben Tag enthaftet worden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt am Donnerstag gegenüber der APA.

Das Motiv des 61-jährigen Pensionisten dürfte Lärmbelästigung gewesen sein. „Er ist eine Stunde bevor die Schüsse abgefeuert wurden zu uns gekommen. Er hat betrunken gewirkt und uns angebrüllt und gemeint, wir wären zu laut“, schildert die Tochter der Familie, die zwei Stockwerke über dem Schützen wohnt. Bei dem Schützen handelt es sich um einen 61-jährigen ehemaligen Mattersburger Heurigenwirt – er ist gebürtiger St. Margarethener und ist vor mehr als 20 Jahren nach Mattersburg übersiedelt –, der im Erdgeschoss der Wohnhausanlage lebt.

Geschossen wurde vom Bewegungspark vis-á-vis der Wohnhausanlage aus.

Dem Pensionist wird nun Nötigung, schwere Nötigung und Gefährdung der körperlichen Sicherheit vorgeworfen. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu fünf Jahre Haft.