Erstellt am 20. April 2011, 11:25

Zehneinhalb-Tonnen-Traktor auf der S4 gestoppt. Nicht ein Schnell-, sondern ein Langsamfahrer hat am Montagabend auf der S4 im Burgenland für einen Polizeieinsatz gesorgt. Beamte der Autobahnpolizei stoppten einen Traktor, der von Wiener Neustadt kommend in Richtung Mattersburg unterwegs war.

Die Zugmaschine mit dem stattlichen Gewicht von zehneinhalb Tonnen und einer Breite von 2,65 Metern befand sich mit Tempo 50 auf einer Überstellungsfahrt nach Ungarn und war ohne Begleitfahrzeug unterwegs, berichtete das Landespolizeikommando Burgenland. Die Polizei zog das Gefährt aus dem Verkehr.

Zu dem Zwischenfall kam es gegen 18.00 Uhr. "Da fährt ein Traktor", meldeten Anrufer der Autobahnpolizei. Die stoppte das Gefährt. "Zu langsam und zu breit", nannte eine Beamtin auf APA-Anfrage den Grund für die Anhaltung. Im Zulassungsschein waren 50 km/h als Höchstgeschwindigkeit vermerkt, auf der Schnellstraße liege das erlaubte Mindesttempo jedoch bei 60 km/h.

Der Traktor hätte aufgrund seiner Breite - erlaubt wären 2,55 Meter - eine Routengenehmigung benötigt, hieß es von der Polizei. Andernfalls handle es sich um einen Sondertransport, der ein Begleitfahrzeug erforderlich mache.

Mit dem Traktor war ein Rumäne unterwegs. Zweck der Fahrt war die Überstellung im Auftrag einer österreichischen Firma zunächst nach Ungarn. Von dort aus hätte die Zugmaschine ihre Reise nach Osteuropa zu einer Tochterfirma antreten sollen, um als Zugfahrzeug für Steinbrechmaschinen verwendet zu werden.

Der Traktor wurde vorläufig abgestellt. Vom Lenker wurde laut Landespolizeikommando eine Sicherheitsleistung verlangt. Außerdem wurde eine Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft erstattet.