Erstellt am 19. März 2014, 23:59

Zum Artenschutz des Habichtskauzes. Der Habichtskauz ist in Österreich ausgestorben – das soll sich ändern. Auf der Rosalia wurden Nistkästen angebracht.

Alexander Schmied, Masterstudent des Naturschutzes und Biodiversitätsmanagements, leitet das Projekt.  |  NOEN
Von Carina Pürer

Sechs Jahre ist es her, dass die Naturschutzabteilung des Landes Niederösterreich, das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) der VetMedUni Wien und die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) ein außergewöhnliches Artenschutzprojekt initiierten. Das Ziel: Den in Österreich ausgestorbenen Habichtskauz wieder in heimischen Wäldern anzusiedeln. In unserer Region wird das auf der Rosalia verwirklicht.

Einwanderung soll  begünstigt werden

Unter der Leitung des 25-jährigen Wiener Neustädters Alexander Schmied soll nun in burgenländischen Wäldern eine natürliche Einwanderung des Habichtskauzes begünstigt werden. In von der Esterházy Betriebe GmbH bereitgestellten Waldflächen auf der Rosalia wurden zu diesem Zweck am Freitag die ersten Nistkästen in etwa zehn Metern Höhe angebracht.

Diese bestehen aus Hartplastik – in dem Fall aus Mülltonnen, die von der MA 48 der Stadt Wien zur Verfügung gestellt wurden. Befüllt mit Nistsubstrat, zum Beispiel feinem Rindenmull, sind sie mit einem Spiegel versehen – zur Kontrolle, wie Schmied erklärt. Ebenso wurde im Biosphärenpark Wienerwald als auch im Wildnisgebiet Dürrenstein vorgegangen – 2011 wurde im Wienerwald die erste erfolgreiche Brut im Rahmen des Projekts entdeckt.

Insgesamt 60 Nistkästen in burgenländischen Wäldern geplant

„Es ist wichtig, dass die Käuze beim Brüten nicht gestört werden. Der Spiegel ermöglicht es uns, vom Boden aus mit einem Fernglas zu sehen, ob sich im jeweiligen Nistkasten ein Habichtskauz befindet.“

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In weiterer Folge sollen in burgenländischen Wäldern insgesamt etwa 60 Nistkästen angebracht werden. „Ziel ist es, sozusagen einen Korridor herzustellen“, so Schmied, „von Slowenien über den Wienerwald und Dürren stein bis in den Bayrischen Wald, wo ebenfalls schon erfolgreiche Wiederansiedelungsprojekte stattgefunden haben.“