Erstellt am 12. Oktober 2011, 00:00

Zwei Ortschefs danken ab. GENERATIONENWECHSEL / In Sigleß kommt es 2012 zu einem Bürgermeisterwechsel. In Loipersbach bereits diese Woche.

VON MARTIN PLATTENSTEINER

UND KATHARINA TSCHÜRTZ

SIGLESS/LOIPERSBACH / Ortschef Alfred Krenn hat nach zwei Perioden an der vordersten Front genug - er lässt sich für die Gemeinderatswahlen 2012 nicht mehr als Bürgermeisterkandidat aufstellen, das ist fix. „Man soll dann aufhören, wenn es am schönsten ist“, meint Krenn rückblickend. „In den letzten zehn Jahren hat sich in der Gemeinde doch einiges bewegt.“ Auch die Gesundheit hat dem roten Ortschef in den vergangenen Monaten einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wiederkehrende Schwindelanfälle sowie Probleme im Hals-Nacken-Bereich waren für Krenn ebenfalls Anzeichen, dass irgendwann einmal Schluss sein muss. „Mit meiner Erfahrung und meinem guten Kontaktnetz kann ich der Fraktion aber sicher weiterhelfen“, denkt Krenn darüber nach, der Partei - entweder weiter hinten gereiht oder in einer anderen Funktion - auch in Zukunft zur Verfügung zu stehen. „Ich bin nicht so blauäugig, dass ich denke, man wird auf einen Thron gehoben. Dank gibt es da nur selten.“ Fraktionsintern wurde auch schon sein Nachfolger bestimmt. Josef „Josi“ Kutrovatz will bei der im Frühjahr 2012 geplanten Generalversammlung sein neues Team präsentieren. „Ich bin auf der Suche nach neuen Mitarbeitern“, erklärt der Neo-Ortschef. „Es ist vorstellbar, dass es weitere personelle Veränderungen geben wird.“ Kutrovatz selber möchte „manche Dinge nicht auf die lange Bank schieben“ und hat auch visionäre Pläne. „Ich werde mich vor allem für die Errichtung eines Vereinshauses, welches für alle da ist, einsetzen.“

Ende nach 15 Jahren  als Bürgermeister

 

Der bisherige Loipersbacher Bürgermeister Herbert Tschürtz legte seine Funktion am Montag zurück. Seine Beweggründe? „Ich war 24 Jahre lang im Gemeinderat und davon 15 Jahre Bürgermeister. Nach dieser langen Zeit ist es angebracht, dass ich mich aus der Kommunalpolitik zurückziehe“, so der 55-jährige Loipersbacher und er fügt hinzu: „Etwas stolz bin ich darauf, dass es mir gelungen ist, in allen Bereichen der Gemeinde etliche Dinge uneigennützig umzusetzen.“ Bei der Gemeinderatssitzung am Mittwoch dieser Woche wird der neue Bürgermeister gewählt. Laut Tschürtz soll Erhard Aminger, der bislang als SPÖ-Vizebürgermeister fungierte, sein Nachfolger werden. „Trotz seiner beruflichen Verpflichtung und Belastung hat er seit 15 Jahren als Vize tolle Arbeit geleistet. Bei etlichen Projekten wie der Errichtung des Windschutzgürteles und dem Hochwasserschutzprojekt hat er volles Engagement gezeigt. Es gibt mit Abstand keinen, der ihm irgendwo nur nahe kommt, was die Fähigkeit und die Qualifikation anbelangt.“

Erhard Aminger wollte vor der Bürgermeisterwahl am Mittwoch (nach Redaktionsschluss) noch keine Aussage zu seiner potenziellen neuen Funktion machen. Dem ehemaligen Loipersbacher Ortschef streut er jedoch Rosen: „Mein Dank und meine ganze Anerkennung gebührt dem Bürgermeister außer Dienst Herbert Tschürtz, der mit großem Fleiß und Engagement seit zweieinhalb Jahrzehnten maßgeblich dazu beigetragen hat, Loipersbach zu einer lebenswerten Gemeinde mit hoher Lebensqualität auszubauen. “