Erstellt am 23. Januar 2013, 00:00

14 PKW-Einbrüche in nur einer Nacht!. Urteil / Zu zwei Jahren Freiheitsstrafe wurde ein rumänischer Staatsbürger verurteilt, der Autos im Akkord aufbrach.

Von Elisabeth Kirchmeir

PARNDORF, NEUDORF, ST. GEORGEN /  In der Nacht vom 4. auf 5. Juli 2011 wurden in Parndorf auf drei verschiedenen Parkplätzen zehn Autos aufgebrochen, drei weitere Autoeinbrüche ereigneten sich im Ortsgebiet, einer in Neudorf. In allen Fällen wurden die Seitenscheiben der PKW eingeschlagen und in den PKW aufbewahrte Wertgegenstände gestohlen.

Die geschädigten Autobesitzer hatten nicht nur den Schaden an ihren Fahrzeugen zu beklagen, sondern mussten auch zur Kenntnis nehmen, dass ihnen Werkzeug, Autoradios, Navigationsgeräte, Handy, Geld und Handtasche, eine Digitalkamera sowie weitere Gegenstände im Gesamtwert von rund 8.000 Euro gestohlen wurden. In vier Fällen blieb es beim Diebstahlsversuch.

Vermutlich im selben Zeitraum wurde in St. Georgen in zwei in unmittelbarer Nachbarschaft liegende Wohnungen eingebrochen. Gestohlen wurden dabei eine Halskette, Parfum, ein Rucksack und ein Laptop.

Täter ließ DNA und Schuhspuren zurück 

An einigen Tatorten wurden DNA und Schuhabdruckspuren sichergestellt. Schließlich konnte Ende August 2012 ein Verdächtiger verhaftet werden.

Dieser Mann, ein 29-jähriger rumänischer Staatsbürger, der ohne Beschäftigung und ohne Unterstand in Österreich aufhältig war, bekannte sich zumindest teilweise schuldig - er könne sich an zwei Autoeinbrüche erinnern.

Der Schöffensenat unter dem Vorsitz von Karin Knöchl ging schließlich davon aus, dass alle 14 Autoeinbrüche auf das Konto des Angeklagten gingen; möglicherweise war ein weiterer Täter beteiligt. Zum Vorwurf, in die beiden Wohnungen eingebrochen zu haben, wurde der Rumäne freigesprochen. Er wurde zu zwei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.

„Es handelt sich um organisierte Kriminalität“, erklärte die Richterin. „Es soll ein deutliches Zeichen für allfällige weitere Täter gesetzt werden, dass man nicht bald nach einer Hauptverhandlung wieder nach Hause geht.“