Erstellt am 03. März 2014, 16:06

15 Fahrräder, 29 LKW-Reifen und vier Handys beschlagnahmt. Bei drei Zugriffen konnten Fahnder in Nickelsdorf am vergangenen Wochenende fünf Rumänen und zwei Serben festnehmen.

 |  NOEN, LPD BURGENLAND (APA)
Zwei Rumänen (26 und 27) gerieten auf der A 4 in eine Schwerpunktkontrolle. In ihrem VW-Kastenwagen mit deutschem Überstellungskennzeichen fanden die Beamten sieben Fahrräder auf - allesamt noch mit Schlössern gesichert. Der Verdacht lag also nahe, dass es sich um Diebesgut handelt. Die Rumänen bestritten jegliche Straftat und wollten den Beamten glaubhaft machen, die Fahrräder in Deutschland für 20 Euro gekauft zu haben. Erst nach umfangreichen Erhebungen – auf einem Herrenrad waren Fragmente eines Aufklebers aus Burghausen sichtbar – konnte nach Rücksprache mit deutschen Polizisten festgestellt werden, dass die Fahrräder im Wert von rund 2.000 Euro in Burghausen gestohlen worden waren. Die beiden Täter wurden auf freiem Fuß angezeigt.

 
Handschellen klickten auch für zwei Serben

Auch zwei serbische Fahrraddiebe (25 und 31) gingen der Exekutive ins Netz. Die Beiden hatten in Mörfelden-Walldorf (Hessen) acht, noch in Plastik verpackte Fahrräder gestohlen und wollten diese unter Möbelstücken versteckt über die Grenze schmugglen. Die Täter konnten keinen Eigentumsnachweis erbringen und gaben an, die Räder von einem ihnen unbekannten türkisch sprechenden Mann käuflich erworben zu haben. In Zusammenarbeit mit deutschen Polizeibeamten konnte festgestellt werden, dass die Fahrräder von einem Geschäftseinbruch stammen und ein Täter (31) in Deutschland wegen gleichartiger Delikte bereits fünf Vormerkungen hat.

Rumänen wollten LKW-Reifen über Grenze schmuggeln
 
29 fabrikneue LKW-Reifen wurden schließlich in einem Kastenwagen sichergestellt, mit dem drei Rumänen (23, 24, und 29) die Grenze passieren wollten. Über Aufkleber auf den Laufflächen der Reifen konnte ein Unternehmen in Perg (OÖ) ermittelt werden. Die Täter hatten dort den Maschendrahtzaun einer Einfriedung zum Firmengelände aufgeschnitten und die im Freien auf Paletten gelagerten Reifen gestohlen.
Auf der Speicherkarte eines Mobiltelefons, das offensichtlich von einem der Täter verwendet worden war, fanden die Beamten einige Fotos von neuwertigen, bereits in einem Schuppen in Rumänien gelagerten Reifen. Diese Reifen dürften dort zum Verkauf angeboten werden, was auf einen organisierten, gewerbsmäßigen Reifendiebstahl schließen lässt.

Die drei Rumänen wurden ebenso wie die Fahrraddiebe aus Serbien in eine Justizanstalt eingeliefert.