Erstellt am 28. Dezember 2011, 00:00

3,479 Millionen für 2012. GATTENDORF / Budget für 2012 mit SPÖ und FPÖ-Stimmen beschlossen. Teile des Geldes für Kindergarten-Neubau reserviert.

GATTENDORF / Die Verhandlung des Gemeinderats um das Budget des kommenden Jahres ist beendet - in der Gemeinderatssitzung am vergangenen Samstag konnte die Gesamtbudgetsumme von 3.479.600 Millionen Euro beschlossen werden.

Nicht jedoch ohne Diskrepanzen zwischen den vier Ortsparteien: Denn ÖVP (8 Sitze im Gemeinderat) und LIGA („Liste Gattendorf“, 1 Sitz) stimmten den Budgetentwurf mit Änderungsanträgen der SPÖ (9 Sitze) und FPÖ (1 Sitz) nicht zu.

Generell - so Bürgermeister Franz Vihanek (ÖVP) - zeichnen sich hier zwei grundsätzlich unterschiedliche Zugänge ab: „Unser Budgetentwurf war langfristig durchdacht, um so über längere Zeit einen gewissen Standard für die Gemeinde zu sichern.“ Für Vihanek gehe es in erster Linie darum, vernünftig zu wirtschaften und auch bestehende Schulden zu tilgen. Für Vizebürgermeister Karl Helm (SPÖ) steht fest: „Die Änderungsanträge beinhalten Investitionen für die Zukunft. Wir stehen für klare Konzepte, die auf Basismaterial aufbauen und Entwicklungstendenzen innerhalb der Gemeinde berücksichtigen.“

Kindergarten und Eventhalle  sorgen für Unstimmigkeiten

Konkret geht es hierbei um mehrere geplante und diskutierte Projekte, die schon seit Längerem für Unstimmigkeiten zwischen SPÖ und ÖVP sorgen. So geht es etwa um die Frage nach einem Neubau oder Ausbau des Kindergarten- und Schulkomplexes sowie um den Neubau einer Veranstaltungshalle.

Während sich die SP-Ortspartei grundsätzlich für den Neubau eines Kindergartens sowie einer Veranstaltungshalle ausspricht, sieht dies die ÖVP anders: „Ziel sollte es in erster Linie sein, von den Schulden wegzukommen, damit die Gemeinde Kraft hat, Neues zu schaffen. Man muss langfristig denken, sonst bewegen wir uns auf ein Schuldenkarussell zu“, so Vihanek. Sein Vorschlag sei es deshalb, die Räumlichkeiten für die Volksschule nach Ausbau und Sanierung in den bestehenden Dachboden zu verlagern, die Kindergartengruppen hätten so im Untergeschoss genügend Platz.

Vizebürgermeister Karl Helm (SPÖ) sieht dies anders: „Teile des Geldes wurden nun für den Neubau eines Kindergartens reserviert. Es ist an der Zeit, großflächiger zu denken, es gibt einen stetigen Zuwachs. Kleine Zwischenschritte und Halblösungen im bestehenden Gebäude kosten auch genügend Geld.“