Erstellt am 27. Februar 2013, 00:00

38 statt 60 Erstklassler. Weniger Schüler / Volksschule am Tabor bekommt im Schuljahr 2013/14 nach derzeitigem Stand zwei statt der üblichen drei Klassen.

Ursprünglich geplant. Die geschätzten Projektkosten für Sanierung und Zubau der Volksschule betragen circa 460.000 Euro. Nachdem die Schülerzahlen zurückgehen, möchte Bürgermeister Kurt Lentsch den damaligen Gemeinderatsbeschluss evaluieren, steht aber voll zu einer Sanierung der Schule. Archiv  |  NOEN

NEUSIEDL AM SEE / Der geplante Zubau und die Sanierung der Volksschule am Tabor beschäftigt seit mehr als zwei Jahren den Gemeinderat. Damals entschied sich der Gemeinderat einstimmig für das circa 460.000 Euro teure Projekt. Mittlerweile ist viel passiert: Die Stadtgemeinde muss sparen und ein Sanierungskonzept für die Finanzen beschließen, das Budget für das Jahr 2013 fehlt noch. Außerdem wird es nach dem derzeitigen Stand im Schuljahr 2013/14 38 statt wie bisher 60 Schüler geben. Ein Grund dürfte auch sein, dass die private Klostervolksschule nun immer zwei erste Klassen, statt sonst nur einer, führt. Deshalb möchte Bürgermeister Kurt Lentsch die Evaluierung des damaligen Gemeinderatsbeschlusses: „Ich bin voll dafür, dass die Schule saniert wird, aber wir müssen schauen, ob der Bedarf für einen Zubau noch gegeben ist.“ In der Gemeinderatssitzung am 14. März sollen dafür die Weichen gestellt werden, es stehen der Rechnungsabschluss 2012, der Voranschlag 2013 sowie die Beauftragung eines externen Beraters für das Sanierungskonzept der Stadtfinanzen auf der Tagesordnung.

SPÖ: Zubau nötig,  Grüne: Plan muss her

Alexandra Fischbach (Grüne) meint: „Es gibt sicher andere Sparpotenziale als unsere Kinder. Aber, die Zahlen müssen auf den Tisch, dann entscheidet sich, was ins Budget aufgenommen wird. Wir müssen das Sanierungskonzept abwarten und schauen, was geht und was geht nicht. Deshalb ist auch ein Investitionsplan mit einer Prioritätenreihung dringend nötig. Wichtig ist, dass wir jetzt einmal ein Budget beschließen, damit gearbeitet werden kann. Ob es jetzt im März drinnen steht, oder wir im Juli dann einen Nachtragsvoranschlag benötigen, ist jetzt zweitrangig.“ Vizebürgermeisterin Lisa Böhm (SPÖ) erklärt: „Wir sind nach wie vor der Meinung, dass unsere Kinder sowohl während des Unterrichts als auch nach der Schule - nachmittags Räume brauchen. Ob Zubau oder Sanierung, es muss gewährleistet sein, dass genügend Platz vorhanden ist. Nachdem Neusiedl rasch wächst, denke ich, wird ein Zubau unumgänglich sein.“