Erstellt am 08. Oktober 2013, 11:56

434 Mängel an LKW und Bussen gefunden. Gefahr im Verzug /  Bei Kontrolle an den Grenzen in Nickelsdorf und Kittsee musste Landesverkehrsabteilung 43 Kennzeichen einziehen.

Von Christoph Weisz und Pia Reiter

Gefahr im Verzug / Besonders rekordverdächtig war dabei ein rumänischer LKW: Bei diesem wurden 26 Mängel festgestellt, davon wurden sechs als Gefahr im Verzug eingestuft.

„An eine Weiterfahrt war gar nicht zu denken“

„Wir haben defekte Bremsen, ausgeschlagene Radlager, einen abgerissenen Rahmen, eine ausgeschlagene Lenkung und vieles mehr festgestellt. Da war an eine Weiterfahrt gar nicht zu denken. Wir konnten gar nicht anders, als dem Lenker die Kennzeichen abzunehmen“, erklärt Andreas Stipsits von der Landesverkehrsabteilung.

Am vergangenen Wochenende waren sowohl am Samstag als auch am Sonntag jeweils 20 Beamte im Dienst. „Das war die zweite große Schwerpunktaktion in diesem Jahr. Es wurden mehr Verstöße gegen die Verkehrssicherheit festgestellt als beim vergangenen Mal“, sagt Stipsits.

Räderpaare ohne Bremswirkung, Rahmen durchgerostet

Weiters fiel den Polizisten ein 45-jähriger Rumäne auf, der mit einem LKW in Richtung Deutschland unterwegs war und das seit 30 Stunden. Er hatte nur ganz kurze Pause eingelegt, den Fahrtenschreiber laut Landesverkehrsabteilung derart raffiniert manipuliert, das selbst Techniker vor Ort nicht gleich erkennen konnten, welche Änderung er durchgeführt hatte.

Die zahlreichen kontrollierten Lenker waren mit Bussen und Lkw unterwegs, die nicht nur ihre eigene Sicherheit, sondern auch die der anderen Verkehrsteilnehmer gefährdeten: Räderpaare hatten keine Bremswirkung, Rahmen waren durchgerostet, Radlager ausgeschlagen. Insgesamt wurden 434 technische Mängel an Bussen und Lastkraftwagen angezeigt.

„Schwerstarbeit für die Einsatzkräfte, zumal neben der Aufarbeitung der anfallenden Delikte auch logistische Probleme, Versorgung der Passagiere bis zum Eintreffen eines Ersatzbusses, Schaffung von Parkmöglichkeiten von Fahrzeugen, denen die Weiterfahrt untersagt wurde, bewältigt werden mussten“, betont Stipsits.