Erstellt am 28. Februar 2014, 07:30

48 Einbruchsdiebstähle geklärt. Beamte des LKA NÖ klärten nach intensiven Erhebungen insgesamt 43 Einbruchsdiebstähle in Nieder- sowie 5 in Oberösterreich. Die Gesamtschadenssumme beträgt rund 70.000 Euro.

48 Einbruchsdiebstähle in NÖ und OÖ geklärt: Das im Auto des Rumänen-Trios gefundene Diebesgut. Foto: LPD NÖ  |  NOEN, LPD NÖ
Am 22. Juli 2013 hielten gegen 5.30 Uhr Beamte der Polizeiinspektion Nickelsdorf-AGM (Burgenland/Bezirk Neusiedl am See) am Grenzübergang drei rumänische Staatsbürger (32, 44 und 49) zur Kontrolle an.

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Das Trio war mit einem Kleinbus unterwegs, in dem sich zahlreiche Werkzeuge und Maschinen befanden. Erste Erhebungen ergaben, dass eines der Werkzeuge bei einem Baustelleneinbruch in Traismauer (Bezirk St. Pölten-Land) gestohlen worden war. Daraufhin wurden die Rumänen vorläufig festgenommen.

Fünf weitere Mittäter ausgeforscht

In der Folge übernahm das Landeskriminalamt NÖ (Ermittlungsbereich Diebstahl) den Fall von den burgenländischen Kollegen.

Das restliche im Auto vorgefundene Diebesgut konnte fünf Einbruchsdiebstählen in Schrebergartenhäuser in Mautern (Bezirk Krems-Land) sowie einer Tat in Langenstein (OÖ) zugeordnet werden. Es stellte sich heraus, dass die Einbrüche in Traismauer, Langenstein und Mautern allesamt im Zeitraum vom 20. bis 22. Juli 2013 geschehen waren.

LKA NÖ-Beamte forschten außerdem fünf rumänische Staatsbürger im Alter zwischen 44 und 61 Jahren als weitere Mittäter aus.

Taten über zwei Jahre hinweg

Durch umfangreiche Erhebungen, Auswertung von Spuren und Hinweisen sowie mehrmalige Vernehmungen konnten der Tätergruppe insgesamt 41 weitere Einbruchsdiebstähle – in Schrebergartenhäuser, Firmen, Wohnhäuser und Pkws – von 12. Mai 2011 bis 30. Juni 2013 nachgewiesen werden. 33 Tatore lagen im Bezirk Krems-Land, vier im Bezirk Amstetten, fünf im Bezirk Melk, einer im Bezirk St Pölten-Land; fünfmal waren die Diebe im Bezirk Perg (OÖ) aktiv gewesen.

Die Tätergruppe agierte außerdem europaweit: Auch Tatorte in Deutschland, der Schweiz, Belgien, Dänemark, Finnland und Spanien wurden bekannt. Bei den Einbrüchen sollen zumeist Bargeld, Werkzeuge, Maschinen, teure Elektronikartikel, aber auch Lebensmittel und Getränke erbeutet worden sein. Der Gesamtwert des Diebesgutes wird mit etwa 50.000 Euro beziffert.

Diebesgut in Rumänien verkauft

Die bereits festgenommenen Verdächtigen sind voll geständig und gaben an, die Werkzeuge und Maschinen immer auf einem Markt in Rumänien verkauft zu haben. Alle drei wurden nach ihrer Festnahme in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert. Gegen vier der ausgeforschten Mittäter (Matei I., Grigore R., Maricel H. und Gheorghe S.) bestehen EU-Haftbefehle, gegen Ghiat G. besteht eine nationale Ausschreibung.
 
Die flüchtigen Verdächtigen sind noch zu weiteren Einbruchsdiebstählen in Wohnungen und Wohnhäuser bzw. Firmen in Niederösterreich und Wien verdächtig. Diese Straftaten sind derzeit noch Gegenstand von Ermittlungen.

Die Landespolizeidirektion Niederösterreich bittet anhand der Fotos (siehe unten) zu dem Fall um Mithilfe aus der Bevölkerung. Sachdienliche Hinweise werden an das Landeskriminalamt Niederösterreich, Telefonnummer 059133-30-3333, erbeten.

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