Erstellt am 29. Januar 2014, 23:59

von Christoph Weisz

60 Katzen stellen Zurndorf vor Problem. Zu viele Streuner / Zunahme von verwilderten Katzen im Ortsgebiet nimmt drastische Ausmaße an. Gemeinde bemüht sich um Lösungen.

Scheu. Verwilderte Katzen lassen sich nur mit Lebendfallen einfangen  |  NOEN, Weisz
von Christoph Weisz

ZURNDORF /  Bis zu 60 herrenlose verwilderte Katzen streunen durch die Ortschaft und werden für die Bewohner aus Zurndorf immer mehr zu einem Problem.

„Es geht schon ein paar Jahre so. Doch seit dem letzten Sommer ist es bei uns in der Nachbarschaft sehr schlimm. Aber die Tiere, wie von der Gemeinde vorgeschlagen nicht zu füttern, finde ich herzlos. Ich will nicht das die Tiere zugrunde gehen müssen. Unter den Nachbarn herrscht jedoch Einigkeit. Es muss eine geeignete Lösung gefunden werden“, erzählt eine betroffene Zurndorferin, die anonym bleiben möchte.

"Das hat mit Tierliebe nichts mehr zu tun"

Die BVZ sprach mit Bürgermeister Werner Friedl über das Katzenproblem. „Uns ist das Problem mit den streunenden Katzen sehr wohl bewusst. Es gibt auch die Möglichkeit die Katzen kastrieren zu lassen. Die Gemeinde und das Land Burgenland übernehmen die Kosten, die dabei entstehen. Wobei es bei dieser hohen Anzahl der Tiere kaum möglich ist, alle zu fangen und zu kastrieren. Es ist aber sicher nicht zielführend, wenn die Katzen weiter gefüttert werden. Das hat mit Tierliebe nichts mehr zu tun. Ich werde mich mit den Betroffenen zusammensetzen, um das Problem zu lösen“, sagt Werner Friedl.

Katzen zu füttern ist Fehler

Auch Amtstierarzt Dr. Peter Karall weiß um das Problem mit streunenden Katzen bescheid und meint, „ Ein großer Fehler ist es, die Katzen zu füttern. Damit verschlimmert sich das Problem nur und die Katzen vermehren sich ungebremst. Wenn die Katze selbst auf Futtersuche gehen muss, dann bekommt sie auch weniger Nachwuchs und der Bestand dezimiert sich von selbst. Verwilderte Katzen in ein Tierheim zu bringen ist auch abzulehnen, weil sich gezeigt hat, dass verwilderte Katzen nicht in „Gefangenschaft“ überleben. Möglich ist auch die Kastration, aber die Katze muss dann wieder ausgesetzt werden. Die Menschen brauchen keine Angst haben, dass die Katzen verhungern“, so Peter Karall.