Erstellt am 27. August 2014, 10:19

von Paul Haider

750 Jahre Parndorf. Parndorf feiert sein 750-jähriges Bestehen mit zwei großen Festen. Zeitgleich wird auch die erste Gemeindechronik veröffentlicht.

Grund zum Feiern. Anlässlich des 750-Jahr-Jubiläums wurde unter der Leitung von Sepp Gmasz (2. v.li.) die erste Parndorfer Gemeindechronik zusammengestellt. Christian Kühnelt, Bürgermeister Wolfgang Kovacs, Landeshauptmann Hans Niessl und Kulturmanager Josko Vlasich stellten die Pläne für die Feierlichkeiten im September vor. Foto: Bgld. Landesmedienservice  |  NOEN, Bgld. Landesmedienservice
Mit einem „Fest der Vielfalt“ wird Parndorf im September sein 750-Jahr-Jubliäum begehen. Und es gibt auch allen Anlass zu feiern, denn die Gemeinde hat in den letzten Jahrzehnten eine im Burgenland einzigartige Entwicklung erlebt. Von einem kleinen Dorf wuchs Parndorf zu einem weit über die Landesgrenzen bekannten Wirtschaftsstandort.

4.800 Einwohner, 3.000 Arbeitsplätze 

„Früher war Parndorf eine typische Maurergemeinde, wo in der Früh 80 Prozent der Männer im Maurergewand nach Wien gefahren sind“, erzählt Bürgermeister Wolfgang Kovacs. Heute ist das Dorf vor allem für die großen Wirtschaftsbetriebe wie das Outlet Center bekannt.

Mehr als 3.000 Arbeitsplätze, 4.800 Einwohner und vier Millionen Besucher pro Jahr verzeichnet das Parndorf heute und ist damit zu einem multikulturellen Schmelztiegel im nördlichen Burgenland geworden. Schon früh erlebte Parndorf starken Zuzug aus Kroatien, und ab den Sechziger Jahren auch vermehrt von Gastarbeitern aus der Türkei.

All das wurde in der neuen Gemeindechronik festgehalten, die unter der Leitung von Sepp Gmasz entstanden ist. Bei den offiziellen Feierlichkeiten am 7. September wird diese erstmals den Parndorfern präsentiert.

„Pannonia Sounds“ am 5. September 

Doch schon am 5. September wird das Musikfest „Pannonia Sounds“ stattfinden, bei dem die regionalen Musikgrößen „Doc Zorro“ und „Die Freunde des Japaners“ auftreten werden. Auch hier hat man nicht auf die multikulturelle Vielfalt vergessen, die so typisch für Parndorf ist.

Organisator Josko Vlasich dazu: „Wir konnten auch die Coffeeshock Company verpflichten, eine Band mit kroatischen Wurzeln. Und die Kulinarik am Fest wird von der türkischen Community bestimmt. Man soll ja auch merken, dass man nicht beim Schnitzelheurigen ist, sondern in Parndorf, wo Vielfalt gelebt wird.“


Info:

Die Feierlichkeiten: „Pannonia Sounds Parndorf“ am 5. September ab 18 Uhr, Jubiläumsfeier mit Festmesse am 7. September.