Erstellt am 20. April 2011, 00:00

A4: Ausbau ab 2015. DRITTE SPUR / Ausbau gilt als fix, Verkehrsministerium muss über UVP-Pflicht entscheiden, SPÖ und ÖVP streiten trotzdem.

Gespräch bei der Asfinag. Landtagsabgeordneter Thomas Steiner, Klubobmann Rudi Strommer und 2. Landtagspräsident und Neusiedls Bürgermeister Kurt Lentsch brachten sich auf den neuesten Stand zum Thema Baubeginn für die dritte Spur auf der Ostautobahn.ZVG  |  NOEN
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BEZIRK NEUSIEDL AM SEE / In greifbare Nähe gerückt scheint der Ausbau der dritten Spur auf der Ostautobahn. Einig sind sich ÖVP über die Notwendigkeit des Ausbaus, nicht jedoch, wer politisch dafür verantwortlich ist, dass der Entschluss zum Ausbau sich so lange hinausgezögert hat. „Unsere Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt! Niemand spricht mehr davon, ob die A4 überhaupt dreispurig ausgebaut wird, jetzt geht es um den Baubeginn“, zeigt sich Klubobmann Rudolf Strommer erfreut. „Bei unserem letzten Gespräch mit Verantwortlichen der Asfinag wurde uns mitgeteilt, dass 2015 bereits mit dem dreispurigen Ausbau vom Flughafen Wien/Schwechat bis Fischamend begonnen werden soll“, so Klubobmann Strommer, der 2. Landtags-Präsident Kurt Lentsch und ÖVP-Verkehrssprecher Thomas Steiner. Erster Schritt dazu ist das Feststellungsverfahren, ob eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) nötig ist. Die dafür erforderlichen Unterlagen werden erstellt, im Herbst sollen diese im Verkehrsministerium eingereicht werden. „Wenn keine UVP-Pflicht gegeben ist, wird Ende 2014 mit den Bauvorbereitungen und 2015 mit dem Ausbau begonnen“, bestätigt Asfinag-Pressesprecherin Alexandra Vucsina-Valla . Deshalb sei nun, so die ÖVP, Verkehrsministerin Doris Bures am Zug. „Sie ist gefordert rasch zu entscheiden, damit schon ab 2015 die Bagger rollen können“, erklärt Lentsch.

SPÖ-Landtagsabgeordneter Werner Friedl sieht das anders: „Seit einem Jahr sei der Ist-Stand in Sachen A4-Ausbau unverändert. Die nötigen Budgetmittel wurden vom bisherigen Finanzminister zurückgehalten.“ Der von der ÖVP als „Erfolg“ reklamierte mögliche Ausbau spiele sich bisher rein auf niederösterreichischem Landesgebiet ab. „Daher wäre es ratsam, dass sie noch diese Woche zu ihrer Parteikollegin Fekter, der neuen Finanzministerin, pilgern und das Geld für den dreispurigen Ausbau bis zur ungarischen Grenze abholen.“