Erstellt am 10. Dezember 2015, 16:19

von Gerald Burggraf

A4-Blockade vom Tisch. Aufgrund von „internationalem Interesse“ ist eine Demonstration gegen das geplante Containerdorf am TÜPl in Bruckneudorf auf der Ostautobahn nicht möglich. Gemeindeführung hat schon eine Alternative parat.

 |  NOEN, Otto Havelka
Lösung ist noch keine in Sicht, das Containerdorf am Truppenübungsplatz (TÜPl) schwebt weiterhin über Bruckneudorf wie ein Damoklesschwert. Bereits vergangene Woche blockierten Gemeindevertreter und Bürger daher gleich drei Mal die Bundesstraße B10, um gegen die Pläne des Bundes  - Verteidigungs- und Innenministerium spielen sich hier den Ball gegenseitig zu – zu demonstrieren.

"Aus internationalem Interesse nicht möglich"

Gespräche gibt es viele, fix ist aber noch nix. Auch wenn Bruckneudorf, nach eigener Aussage, mit mittlerweile 50 Flüchtlingen im Königshof und einem Miethaus in der Schöberlgasse ihre Quote erfüllt. Laut ÖVP-Bundesrat Gerhard Schödinger, seines Zeichens Vorsitzender des Innenausschusses im Bundesrat, spielt das aber keine Rolle solange das Bundesland in Sachen Quote noch säumig ist. Und das sei das Burgenland eben.

Aufgrund der anhaltenden Ungewissheit, wie es am TÜPL weitergeht, drohte Bruckneudorfs SPÖ-Bürgermeister Gerhard Dreiszker sogar mit einer Blockade der Ostautobahn A4. Es waren sogar konkrete Tage im Gespräch, doch seit heute Vormittag ist dieses Thema vom Tisch. Die Bezirkshauptmannschaft (BH) in Neusiedl am See machte klar, dass eine Sperre der A4 aufgrund „internationalem Interesse“ nicht möglich ist.

Alternative vor dem Innenministerium geplant

Zudem habe die BH auch gar nicht die Handhabe eine Demo auf der Autobahn zu genehmigen. „Als Alternative planen wir nun noch vor Weihnachten eine Versammlung vor dem Innenministerium abzuhalten“, erläutert Dreiszker auf Anfrage. Dabei wolle man auch eine Petition übergeben. Den Startschuss dafür wird eine weitere Demonstration auf der B10 am Mittwoch geben.

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