Erstellt am 27. Juli 2011, 00:00

Ärger über Hundekot auf den Spielplätzen. BESCHWERDEN /  Hundehaufen, Lärmbelästigung und Missachtung der Leinenpflicht sorgen bei den Neusiedlern für Aufregung.

 |  NOEN
VON PIA REITER

NEUSIEDL AM SEE / Viele Neusiedler ärgern sich über die bellenden Vierbeiner und deren Besitzer: Nicht nur die zahllosen Hundehaufen auf öffentlichen Flächen in der Stadt, insbesondere auf Spielplätzen, sorgen für Unmut. Derzeit gehen auf der Stadtgemeinde mehrmals wöchentlich Beschwerdeanrufe wegen Ruhestörung durch bellende Hunde ein. Denn wenn Herrchen auf Urlaub fährt, muss Bello oft zu Hause bleiben und bellt dann vor Sehnsucht oder Langeweile den ganzen Tag. Auch auf die Leinenpflicht im Ortsgebiet wurde laut Stadtgemeinde bereits öfters aufmerksam gemacht. Oft bleibt der Stadtgemeinde nichts anderes übrig, als einen Verwarnbrief an die Hundehalter zu schreiben.

Besonders wenig Verständnis haben die Neusiedler für verunreinigte Spielplätze. Das ist eine bodenlose Frechheit. Unsere Kinder sollen die Möglichkeit haben, ungestört zu spielen. Stattdessen muss man immer aufpassen, dass sie nicht in einen Hundehaufen greifen oder steigen, sagen die erbosten Mütter (Namen der Redaktion bekannt).

Gassi-Set gibt es gratis an  drei Standorten in der Stadt

Dabei gibt es für Hundebesitzer die Möglichkeit, sich gratis Sackerl für Gackerl abzuholen. Dafür wurden in der Stadt drei sogenannte Gassi-Stationen aufgestellt: Eine vor dem Schuhgeschäft Delka auf der Oberen Hauptstraße, eine vor der Tierarztpraxis auf der Unteren Hauptstraße und eine beim See. Außerdem gibt es die Sackerl gratis beim Bürgerservice im Rathaus (während der Öffnungszeiten) abzuholen. Bürgermeister Kurt Lentsch erklärt: Da ich ja selbst Hundebesitzer bin, weiß ich, dass es ganz einfach und jedem Hundebesitzer zumutbar ist, Hundekot von öffentlichen Flächen zu entsorgen. Das Gassi-Hundeset gibt es bei vielen Automaten und man kann sich ja auch ein oder zwei auf Vorrat mitnehmen. Dann hat Herrl oder Fraul immer eines dabei.

Geldstrafe bis zu 360 Euro  kann Hundebesitzern drohen

Bei besonders schwerwiegenden Fällen, wie zum Beispiel der wiederholten Verschmutzung von öffentlichen Plätzen wie Kinderspielplätzen könnte eine sagte Strafe auf die Hundehalter zukommen: Der Neusiedler Gemeinderat hat im Dezember des Vorjahres beschlossen, hier eine Verwaltungsstrafe von bis zu 360 Euro zu verhängen (Verwaltungsübertretung gemäß § 13 Abs. 1 Z. 6 und Abs. 2 Z. 1 des Bgld. Landes-Polizeistrafgesetzes).