Erstellt am 08. April 2015, 11:40

von Paul Haider

Schule in der Gärtnerei. Kinder der Volksschule Gattendorf durften sich im Rahmen des Ökolog-Programmes drei Tage lang als Gärtner versuchen.

Grüner Daumen. Marie und Annika hatten viel Spaß beim Einsetzen von Salatpflanzen in der Gärtnerei Benary.  |  NOEN, Ursula Jurkovich
Die Volksschule Gattendorf ist bekannt für fortschrittliche und nicht alltägliche Lehrmethoden. Im März wurde das Klassenzimmer der dritten Schulstufe im Zuge der Aktion „Schule in der Gärtnerei“ für drei Tage in den Samenzuchtbetrieb von Ernst Benary in Kittsee verlegt.

Dort lernten die Kinder allerlei wissenswertes über Samen und Pflanzen. Dieses Wissen sollen die Kinder auch anwenden, wie Lehrerin Ursula Jurkovich erklärt: „Wir haben schon vor den Osterferien angefangen, in Blumenkisten Radieschen, Schnittlauch und Kresse anzubauen.“

Das alles geschieht im Rahmen der sogenannten Ökolog-Initiative, an der sich bereits 46 Schulen im Burgenland beteiligen. Die Volksschule Gattendorf ist seit Feber „Ökolog-Schule“.

„Kinder sollen ressourcenschonenden Umgang lernen“

„Die Kinder sollen einen ressourcenschonenden Umgang mit der Welt lernen“, erklärt Ursula Jurkovich. Ökologische Schwerpunkte werden fließend in den Unterricht eingebaut, zwischendurch gibt es Projekttage wie eben den Ausflug in die Kittseeer Gärtnerei.

Von der Gemeinde wurde der Schule nun auch eine Grünfläche zur Verfügung gestellt, wo die Schüler einen eigenen Garten anlegen können.

Für diesen hat Ursula Jurkovich bereits konkrete Pläne: „Wir wollen als nächstes Uhudler anpflanzen, ob das die EU will oder nicht. Wir erklären den Uhudler einfach zum religiösen Relikt“, scherzt die gewiefte Lehrerin.