Erstellt am 14. September 2011, 00:00

„AkWi“ nun barrierefrei. FIT FÜR DAS NEUE SCHULJAHR / Umbauarbeiten für die Akademie der Wirtschaft. Die Volksschule am Tabor bezog Container.

 |  NOEN
NEUSIEDL AM SEE / Grund für die Veränderungen im noch recht neuen Schulgebäude der Akademie der Wirtschaft (AkWi) ist das aktuelle Behindertengleichstellungsgesetz, das bestimmte bauliche Maßnahmen vorsieht, um Hindernisse zu beseitigen und „Barrierefreiheit“ zu garantieren. Damit können auch Menschen mit Behinderungen die Schule problemlos besuchen. So wurde ein Leitsystem für blinde Personen vom Bahnhof bis zum Schulgebäude installiert, zu schmale Türstöcke und Gänge erneuert, barrierefreie WC-Anlagen errichtet, der Aufzug und das Treppenhaus den Richtlinien angepasst.

Barrierefreiheit hat  480.000 Euro gekostet

 

Neue Fluchttüren ermöglichen den Schülern, bei Gefahr das Gebäude ungehindert zu verlassen. Die Kosten für dieses aufwendige Projekt belaufen sich auf 480.000 Euro. Verantwortlich für Planung und Bauaufsicht waren die Neusiedler Architekten Kandelsdorfer. Gefordert war knapp vor Schulbeginn auch das Reinigungspersonal, das nach all den Bauarbeiten dafür sorgte, dass die Schüler an ihrem ersten Schultag ein sauberes Gebäude betreten konnten.

Drei Containerklassen für die  Volksschule am Tabor

 

Auch bei der Volksschule am Tabor wurden Bauarbeiten durchgeführt: Hier wurden Vorbereitungsarbeiten getätigt, um drei Container der ehemaligen Lebensschule aufzustellen. Diese wurden von der Stadtgemeinde angemietet und auf dem Areal der Volksschule aufgestellt. Dafür werden mit dem Container im benachbarten Kindergarten insgesamt 92.000 Euro Miete bezahlt. Da die Anzahl der Schüler in der Volksschule am Tabor in den letzten Jahren stetig anstieg, war es heuer notwendig Container anzumieten, um ausreichend Platz zu schaffen. In jeder Schulstufe gibt es nun drei Klassen mit 234 Schülern, die von 19 Lehrerinnen und einem Lehrer unterrichtet werden. Besonders aufregend war der Schulbeginn für die Schüler der ersten Klassen. Eine kleine Gruppe Kinder ist in die „Containerklasse“, die Montessori-orientiert geführt wird, eingezogen. In den zwei anderen ersten Klassen werden die Schwerpunkte Musik und Ungarisch angeboten. Außerdem wurde ein interaktives Whiteboard („Computertafel“) zur Verfügung gestellt.