Erstellt am 30. Mai 2012, 00:00

Altes Speiseöl floss in Boden. AUSWIRKUNGEN FÜR UMWELT? / 2.500 Liter Altöl sickerte wegen undichten Tankwagenverschlusses in Senkgrube. Erde musste bis in vier Meter Tiefe abgetragen werden, Anzeige gegen Besitzer folgt.

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DEUTSCH JAHRNDORF / Es war übler Gestank, der einen Anrainer am Samstagvormittag dazu veranlasste, Ortsfeuerwehrkommandant Gerhard Gombay zu alarmieren und schlussendlich zu einem groß angelegten Umwelteinsatz für die Bezirkshauptmannschaft Neusiedl am See und die Landesregierung führte: Grund für den unerträglichen Geruch war nämlich 2.500 Liter altes Speiseöl, das aus einem Tankwagen auf einem Grundstück gegenüber des Deutsch Jahrndorfer Friedhofs ausgetreten und anschließend in eine Senkgrube geflossen war.

Vermutlich dürfte der Verschluss des Tankes undicht gewesen sein, sodass das Öl ausfließen konnte. Erste polizeiliche Erhebungen vor Ort ergaben, dass der Besitzer auf dem betreffenden Grundstück einen Entsorgungsbetrieb führte. Nach Austreten des Öls hatte der Mann zwei seiner Mitarbeiter dazu beauftragt, das Altöl aus der Senkgrube zu entfernen. Die Männer versuchten, das Öl abzupumpen, dabei erfuhren die Polizisten, dass der Tanker bereits über ein Jahr auf dem Grundstück gestanden haben soll. Auch die Bezirkshauptmannschaft wurde über den Vorfall verständigt, diese ordnete einen Sachverständigen der Landesregierung zur Einschätzung der Lage vor Ort an. Ob das Austreten des Altöls Auswirkungen auf die Umwelt hat, ist noch nicht vollends geklärt: Der Sachverständige zog Proben am Grundstück und aus einem Brunnen der Nachbarschaft, die nun beide untersucht werden. Er ordnete weiters die Abtragung der Senkgrube samt verschmutzter Erde an. Für den Grundstücksbesitzer folgt nun eine Anzeige, ebenso muss er die Kosten für die Entsorgung übernehmen.

Wie genau das alte Speiseöl in die Senkgrube gelangte, soll nun geklärt werden, auch Bezirkshauptmann Martin Huber bestätigt: „Das Erdreich musste bis in vier Meter Tiefe abgetragen werden. Ob noch weitere Maßnahmen notwendig sind, muss erst überprüft werden. Ob es sich weiters um ein verwaltungsstrafrechtliches oder ein gerichtliches Delikt handelt, muss ebenfalls erst geklärt werden.“