Erstellt am 28. Dezember 2011, 00:00

Am Parkplatz Freundin mit Pistole bedroht!. AUS EIFERSUCHT / Mehrmals soll ein Techniker seine Freundin bedroht haben - einmal sogar mit einer Pistole.

NOEN

BEZIRK NEUSIEDL / Wegen gefährlicher Drohung und Körperverletzung steht ein 25-jähriger Techniker aus dem Bezirk Neusiedl vor Gericht.

Er soll seine Freundin mehrere Male heftig bedroht und ihr einmal einen Faustschlag ins Gesicht versetzt haben. Einem angeblichen Nebenbuhler brach er im März 2010 in Podersdorf die Nase. Über Facebook warnte er ihn, er solle seine Ex-Freundin in Ruhe lassen.

Filmreife Szenen spielten sich am 12. Mai 2010 in Vösendorf ab. Eine Gruppe von sieben Personen war mit vier Autos unterwegs zu einem GTI-Treffen, als der Techniker per Handy um Hilfe bat: Die Räder seines PKW seien locker. „Ich hatte einen Drehmomentschlüssel mit und sagte, ich würde ihm die Reifen festziehen“, erklärte ein 22-jähriger KFZ-Techniker als Zeuge vor Gericht.

Frau: (Ex-)Freund habe ihr  mit Erschießen gedroht

 

Die (Ex-)Freundin des Angeklagten war damals mit einem anderen Mann unterwegs, der ebenfalls am Parkplatz in Vösendorf stoppte. Die Frau stieg aus und schilderte ihre Erlebnisse später der Polizei: „Er (der Angeklagte) holte eine Pistole aus seinem Auto, hielt sie mir an den Kopf und fragte mich, was mir einfällt, mit einem anderen mitzufahren.“ Ihr (Ex-)Freund habe ihr mit dem Erschießen gedroht.

„An den Kopf hat er ihr die Waffe nicht gehalten“, berichtete der KFZ-Techniker. „Ich habe ihm die Hand gegen die Tür geschlagen, damit er die Pistole loslässt.“ Daraufhin habe er seinem Bekannten die Waffe abgenommen und später im Hotelsafe verwahrt.

Prozess vertagt: Opfer der  Straftaten nicht vor Gericht

 

Anfang Juli 2011 soll es dann zu einem weiteren Zwischenfall gekommen sein. Laut Staatsanwaltschaft soll der Techniker seine Freundin gezwungen haben, auf eine Urlaubsfahrt zu verzichten, in dem er sie an den Haaren riss und ihr drohte, er werde ihr die Haare abschneiden, wenn sie die Reise antrete.

Der Prozess wurde vertagt, weil das Opfer der Straftaten nicht zur Zeugeneinvernahme vor Gericht erschienen war.