Erstellt am 23. April 2014, 09:12

von Nicole Thüringer

Andauer Bürger gefragt. FC Andau | ÖVP und SPÖ sind sich uneinig. Mithilfe einer Volksbefragung sollen Bürger über Zukunft des FC Andau entscheiden.

Bürgermeister Andi Peck plädiert für die Volksbefragung und möchte die Meinung der Bürger einholen. Foto: BVZ  |  NOEN, BVZ
Bei der Gemeinderatssitzung am Montag der Vorwoche fiel die Entscheidung: Die SPÖ, die die Mehrheit im Andauer Gemeinderat hat, stimmte für die Beibehaltung und Sanierung der Sportanlage des FC Andau. FPÖ und ÖVP hielten diesen Beschluss hingegen für übereilt und fordern nun eine Volksbefragung. „Denn auch die Andauer Bürger sollen aktiv über die Zukunft der Sportanlage mitbestimmen können“, erklärt Bürgermeister Andreas Peck (ÖVP).

„Wollen mit Weitblick an das Thema herangehen“

Für den Ortschef ist eine Volksbefragung notwendig: „Meiner Meinung nach, ist die Mehrheit der Andauer nicht für die Sanierung. Wir wollen mit Weitblick an das Thema Sportplatz-Veranstaltungsstätte und Vereinslokal herangehen und dabei die Bürger mit einbeziehen.“

Vizebürgermeister Andreas Hautzinger (SPÖ) kann das nicht nachvollziehen: „Ich sehe es nicht als Notwendigkeit, die Bürger zu befragen. Wir können selbstständig Beschlüsse fassen. Die Bevölkerung wird uns aber in unserer Entscheidung bestätigen. Sollte die Befragung jedoch anders ausgehen und sich die Mehrheit gegen eine Sanierung der Sportanlage aussprechen, wollen wir den Beschluss aufheben.“

Gemeinderat Bernd Brettl (FPÖ) meint zur Diskussion: „Bevor Polit-Streitigkeiten ins Unermessliche übergehen, soll die Bevölkerung entscheiden. Der FC Andau sollte im Mittelpunkt stehen, Politikuneinigkeiten haben hier nichts zu suchen“, sagt der blaue Mandatar.

Schnelle Befragung noch vor dem Sommer

Zumindest sind sich SPÖ und ÖVP in einer Angelegenheit einig: Die Befragung soll so schnell wie möglich über die Bühne gehen, am besten noch vor dem Sommer. FC Andau-Obmann Siegfried Hofer kämpft für eine neue Sportanlage. „Ein attraktiver Fußballstandort hält den Fußballnachwuchs“, so seine Vision.