Erstellt am 24. April 2013, 00:00

Anzeigen gegen Hundehalter steigen. Unmut / Neusiedler ärgern sich über Hundekot auf öffentlichen Plätzen, Hundebesitzer wollen Hundezone für ihre Vierbeiner.

Aufgestellt. Am Eingang des Kalvarienbergparks gibt es seit dem Vorjahr eine Hundestation. RP  |  NOEN, RP

NEUSIEDL AM SEE /  In 3.523 Neusiedler Haushalten leben 450 gemeldete Hundebesitzer. Derzeit häufen auf der Stadtgemeinde sich die Beschwerden über die Nicht-Einhaltung der Leinenpflicht und Hundekot auf öffentlichen Flächen: „Da es immer öfter zu Anzeigen kommt, möchten wir darauf hinweisen, dass jeder Hundehalter verpflichtet ist, seinen Vierbeiner bei uns anzumelden. Jeder Hund ist an der Leine zu führen und der Hundekot ist sofort zu beseitigen“, heißt es dazu aus dem Rathaus.

In der Stadt gibt es sechs sogenannte Hundestationen: Drei wurden erst voriges Jahr neu aufgestellt. Nun können Hundebesitzer in der Unteren Hauptstraße, beim Delka (Obere Hauptstraße), im Seebad, beim Kalvarienbergpark, Am Sauerbrunn (Ecke Römerweg/ Marc Aurel-Straße und am Hirschfeldspitz die „Sackerl fürs Gackerl“ abholen, damit sie beim Spazierengehen mit dem Vierbeiner immer griffbereit sind.

Bürgermeister Kurt Lentsch, selbst Hundehalter, hat kein Verständnis dafür, wenn das „Geschäft“ der Vierbeiner auf öffentlichen Plätzen liegen bleibt: „Das ist in Wahrheit ein Witz, denn die Sackerl kosten nichts und die kann man immer mitnehmen. Es ist auch unfair anderen gegenüber, wenn Spielplätze verschmutzt werden. Auch für die Gemeindearbeiter ist das nicht lustig, wenn sie den Hundekot aus Blumentrögen entfernen müssen.“

Die Schaffung einer Hundezone ist dem Stadtchef aber schon seit einiger Zeit ein Anliegen: „Ich bin schon lange auf der Suche nach einem geeigneten Platz, es ist aber nicht leicht in Zentrumsnähe etwas zu finden, wo Mensch und Hund auch gut hinkommen können.“ Dieser Idee kann auch Regina Salbaba, Obfrau des Österreichischen Rassehundevereines in Neusiedl am See etwas abgewinnen: „Hundezonen finde ich nicht schlecht. Die Hunde dürfen ja sonst nirgends frei herumlaufen.“ Die Wiese müsse nicht einmal eingezäunt sein, wie das Beispiel der Hundewiese im Prater beweise.