Erstellt am 19. Mai 2015, 15:06

von APA/Red

Bruckneudorfs Ortschef zu Hilfe für Flüchtlingsfamilien bereit. Dass bei anhaltendem Flüchtlingszustrom auch am Truppenübungsplatz Bruckneudorf Asylwerber untergebracht werden könnten, darüber habe man ihn noch nicht informiert, so der Bruckneudorfer Ortschef Gerhard Dreiszker (SPÖ) am Dienstag.

Bruckneudorfer Ortschef Gerhard Dreiszker (SPÖ)  |  NOEN

Einer Aufnahme von "acht bis zehn Familien" stünde man positiv gegenüber. Sollte aber ein Containerdorf mit 400 Personen entstehen, "gibt es einen Aufschrei".

"Aufnahme nur in verträglichem Rahmen"

"Ich bin der Meinung, wenn man Flüchtlinge aufnimmt, muss das in einem verträglichen Rahmen erfolgen", sagte Dreiszker. Wenn es sich um Menschen handle, die aus Kriegsgebieten geflüchtet seien, "dann werden wir gerne helfen", meinte der Ortschef der rund 2.600 Einwohner zählenden Gemeinde Bruckneudorf. "Wenn es heißt, wir kriegen Familien mit Kindern her, die unterstützen wir gerne."

"Bei acht bis zehn Familien, da kann man sagen: ja, da kann man helfen", präzisierte der Bürgermeister. Man könnte etwa einen Hilfsverein gründen und anbieten, dass die Kinder in die Schule bzw. in den Kindergarten gehen können.

Eine Unterbringung von bis zu 400 Personen lehnt Dreiszker hingegen ab. "Da würde ich sagen, dass das zu viel ist, weil da können wir als Gemeinde nicht mehr helfen." Nur zu sagen, am Truppenübungsplatz sei genügend Platz für eine Unterbringung, reiche nicht: "Das wird dann unüberschaubar, das kann man der Bevölkerung nicht zumuten."

"Nicht über die Köpfe der Leute entscheiden"

Falls eine große Containersiedlung mit 350 bis 400 Menschen entstünde, dann glaube er außerdem nicht, "dass es dabei bleiben wird, sondern dass das einfach ausgebaut wird", meinte Dreiszker und fügte hinzu: "Das kann nicht über die Köpfe der Leute entschieden werden, sonst geht es uns wie in Traiskirchen."

Auf jeden Fall müsse es bei konkreten Absichten einer Unterbringung Gespräche mit dem Ministerium geben. "Man sollte schauen, dass jede Gemeinde ihren Beitrag leistet, wenn die Zahlen weiter ansteigen", meinte der Bürgermeister.