Erstellt am 23. Juli 2014, 11:57

von Pia Reiter

Hundezone: Tiere einfach abgegeben?. Beschwerden im Rathaus über Hundewiese „Ganslsee“ häufen sich: Vierbeiner werden dort unbeaufsichtigt „abgeladen“.

Notwendig. Seit vermehrt Hunde ohne ihre Besitzer in der Hundezone zu finden sind, prangt vor dem Eingang dieses Hinweisschild.  |  NOEN, Reiter

Die vor wenigen Wochen eröffnete Hundewiese sorgt für reichlich Gesprächsstoff und zahlreiche Anrufe im Rathaus. Aufgebrachte Hundebesitzer beschweren sich über ihre „Kollegen“, die die Hundezone dazu verwenden, ihre Tiere für längere Zeit dort unerlaubt „abzugeben“. Denn am Eingang steht deutlich auf einem dort angebrachten Schild (siehe Foto) zu lesen: „Hunde dürfen nicht unbeaufsichtigt umherlaufen! Eine Übertretung dieser Bestimmung wird mit einer Verwaltungsstrafe von bis zu 360 Euro geahndet.“

"An gesunden Menschenverstand appellieren"

Bürgermeister Kurt Lentsch (ÖVP) bestätigt, dass es Beschwerden gibt: „Ich habe selbst zwei Mails dazu bekommen. Eine zusätzliche Sorge der Hundebesitzer war auch die Wasserqualität im Schwimmteich, weil der Wasserstand durch die Hitze immer weiter zurückgegangen ist. Das wird aber derzeit wieder behoben sprich Wasser von den Gemeindearbeitern wieder aufgefüllt.“

Zu den Hundebesitzern, die ihre Tieren einfach dort hinbringen und sie dort dann unbeaufsichtigt zurücklassen, hat der Stadtchef kein Verständnis und meint: „Da kann man eigentlich nur an den gesunden Menschenverstand der Betroffenen appellieren.“

Grüne: „Verhalten sehr verantwortungslos“ 

Auch für Gemeinderätin Alexandra Fischbach (Grüne) ist die Hundewiese keine Hundeaufbewahrungszone, wie sie betont: „Wenn diese Vorfälle stimmen, so ist dieses Verhalten der jeweiligen Hundebesitzer sehr verantwortungslos. Ich weiß nicht, wie man auf die Idee kommt, seinen Hund unbeaufsichtigt an einem öffentlichen Ort, an dem sich andere Hunde, Menschen und vor allem auch Kinder aufhalten können, völlig unkontrolliert herumlaufen zu lassen.“

Mit der Errichtung der Hundeauslaufzone sollten laut Fischbach eigentlich Konflikte - nämlich die „Hundegackerl“ auf Gehsteigen, in Vorgärten etc. - reduziert werden: „Dass statt dessen ein neues Problem dazu kommt, weil sich einige einfach nicht an normale Spielregeln halten wollen, ist einfach nur schade. Offenbar ist es schwer, der Allgemeinheit etwas anzubieten und noch dazu gratis, ohne dass einige versuchen, es ohne Rücksicht auf andere für ihre eigenen Zwecke zu nutzen.“