Erstellt am 15. Mai 2013, 13:51

Auge in Auge mit Dieb. Serie | Drei Einbrüche in drei Nächten am Neusiedler Kirchberg: In einem Fall stieß Täter den Hausbesitzer zu Boden. Polizei ermittelt.

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NEUSIEDL AM SEE | Eine Serie an Einbruchsdiebstählen in Wohnhäuser am Kirchberg beschäftigt derzeit die Beamten der Neusiedler Polizeiinspektion: Zwei Einbrüche zwischen Donnerstagnacht und Freitagfrüh sowie ein Einbruch in der Nacht von Samstag auf Sonntag verzeichnete man in der Vorwoche, in allen drei Fällen waren die Besitzer zu Hause und schliefen. Dramatisch vor allem der jüngste Vorfall: Ein 64-jähriger Besitzer stand in der Garage seines Hauses einem Einbrecher direkt gegenüber, nachdem ein Bewegungsmelder im Haus angegangen war, und wurde dabei vom Täter zu Boden gestoßen.

Einbrüche am Kirchberg: Bargeld wird bevorzugt

„Die Gemeinsamkeit bei den drei Fällen besteht darin, dass die Besitzer zum Zeitpunkt der Einbrüche zu Hause waren. Der Täter oder die Täter brachen in die unteren Räume der Häuser ein, danach kam es zur Dursuchung der Räume im unterschiedlichen Ausmaß, meist so lange, wie Zeit blieb“, erklärt der stellvertretende Bezirkspolizeikommandant Bernhard Griensteidl der BVZ. Anders als bei anderen Einbruchsserien, wie etwa vor Kurzem in Schuppen oder Hallen hinter Wohnhäusern, bei denen Gegenstände meist gestohlen wurden, um diese weiter zu verkaufen, liegt die Zielsetzung bei den Einbrüchen am Kirchberg eher auf Bargeld, erklärt Griensteidl.

Einbrecher stürzte schreiend auf Mann los

Beim jüngsten Vorfall gegen 4.30 Uhr am Sonntag gelang der vermummte Täter durch Abdrehen des Zylinderschlosses in das Haus, wo er eine Schlüsselbox aus dem Obergeschoss stahl und über einen Verbindungsgang in die Garage verschwand. Dies weckte jedoch die 55-jährige Besitzerin auf, die bemerkte, dass das Licht des Bewegungsmelders im Gang leuchtete. Geschockt weckte sie ihren Mann auf, woraufhin der 64-Jährige in der Garage nach dem Rechten sehen wollte und plötzlich dem Einbrecher gegenüberstand. Dieser lief schreiend auf den Besitzer zu, der geistesgegenwärtig versuchte, sich durch eine Türe zu schützen. Beim zweiten Angriff wurde der Hausbesitzer aber zu Boden gestoßen, und der Unbekannte flüchtete. Eine sofortige Alarmfahndung der Polizei Neusiedl am See, Nickelsdorf und Frauenkirchen verlief aber erfolglos.

Bei einem der Einbrüche zwischen Donnerstag und Freitag wurden die betroffenen Besitzer erst in der Früh auf den Vorfall aufmerksam, beim zweiten Fall in jener Nacht wurde die Alarmanlage ausgelöst, woraufhin die Besitzer die Polizei verständigten, wie Griensteidl bestätigt: „Derzeit gehen wir Spuren und Hinweisen nach. Oberste Priorität hat natürlich, die Täter zu erwischen. Die Häufung spricht auch für einen Zusammenhang zwischen den drei Einbrüchen, dies kann aber auch noch nicht vollends bestätigt werden.“