Erstellt am 14. Dezember 2011, 00:00

Aus für „Prachthasen“?. URTEIL / Laut Oberlandesgericht Wien muss die Firma Hauswirth die Produktion ihres goldenen Schokohasens einstellen.

„Prachthase“. Das Oberlandesgericht Wien ortet Verwechslungsgefahr mit dem „Goldhasen“. ZVG/HAUSWIRTH  |  NOEN
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KITTSEE / Sieben Jahre lang dauert der Rechtsstreit um den goldenen Schokoladehasen mit der roten Masche zwischen der Kittseer Firma „Hauswirth“ und dem Schweizer Unternehmen „Lindt & Sprüngli“ nun schon an. Letzte Woche fiel eine Entscheidung, die möglicherweise ein Ende im „Hasenstreit“ bedeuten könnte: Laut Oberlandesgericht Wien darf die Firma „Hauswirth“ seinen „Prachthasen“ in der bisherigen Form nämlich nicht mehr herstellen und verkaufen.

Entscheidung: Urteilsgrund  ist „Verwechslungsgefahr“

Zur Erklärung: Beide Schokoladehasen haben eine sitzende Form und sind mit einer goldenen Folie umhüllt. Während „Lindt& Sprünglis“ „Goldhase“ eine rote Masche samt goldener Glocke trägt, ziert „Hauswirths“ „Prachthasen“ eine rot-weiß-rote Masche. Bereits im März 2011 hatte das Handelsgericht Wien einer Klage des Schweizer Konzerns „Lindt & Sprüngli“ recht gegeben. Nun zog das Oberlandesgericht Wien nach - Grund für das Urteil ist demnach die Verwechslungsgefahr mit der Marke „Goldhase“ des Schweizer Unternehmens. Allerdings scheiterte der Schweizer Konzern vor dem europäischen Gericht in Luxemburg: Hier wollte man eine Markenanmeldung erreichen, dies scheiterte, obwohl sich „Lindt & Sprüngli“ bereits vor Jahren den „Goldhasen“ als Gemeinschaftsmarke EU-weit schützen ließ.

Auf Anfrage der BVZ erklärt Roman Hauswirth: „Ich habe das Urteil noch nicht gelesen, deshalb ist es für mich schwer, die neuen Entwicklungen zu kommentieren. Wir werden aber weiterkämpfen.“ Hauswirths Anwalt Harald Schmidt kommentiert die Entscheidung des Oberlandesgerichts wie folgt: „Wir müssen uns nun genau mit der Entscheidung und den weiteren Möglichkeiten auseinandersetzen.“