Erstellt am 07. Mai 2014, 08:45

von Christoph Weisz

Aus für Samariter?. Andau / Der Arbeiter-Samariter-Bund fordert mehr Geld für die erbrachten Rettungsdienstleistungen. Die Landesregierung blockt.

Veränderung. Wolfgang Dihanits und Daniel Unger halten das bestehende Rettungsgesetz für nicht mehr zeitgemäß. Foto: Weisz  |  NOEN, Weisz
Ruft man im Bezirk die Rettung kommt ein Rettungswagen des Roten Kreuzes oder des Arbeiter-Samariter-Bundes. Das könnte sich jedoch bald ändern.

Denn dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) fehlt das Geld um den Rettungsdienst im Seewinkel aufrecht zu erhalten. Zurzeit bekommt nur die stärkere Rettungsflotte, das Rote Kreuz, den Arbeitsaufwand vom Land entschädigt.

Gesetzesnovellierung wird gefordert 

Der ASB, der rund 30 Prozent der Rettungsdienste im Seewinkel übernimmt, bekommt kein Geld aus dem sogenannten Rettungseuro. Der Arbeiter-Samariter-Bund wird nun den Rettungsdienstvertrag mit der Gemeinde Andau kündigen müssen, sollte sich keine Novellierung dieses Gesetztes einstellen.

Das würde das Aus des ASB-Stüpunktes in Andau bedeuten. „Es geht eigentlich nur darum, die Gesetzeslage dementsprechend anzupassen, damit auch wir unsere Abgeltungen aus dem Rettungseuro für die erbrachten Leistungen erhalten,“ sagt Wolfgang Dihanits, Geschäftsführer des Arbeiter-Samariterbundes.

Büro des Landesrats: RK übernimmt

Verhandlungen mit der Landesregierung und mit dem Landeshauptmann brachten einstweilen aber keine Einigung. Eine Forderung nach einer Änderung des bestehenden Gesetzes wurde von der Burgenländischen Landesregierung aber abgeblockt.

„Es hat sich im Vorfeld abgezeichnet, dass es keine Mehrheit für eine Gesetzesänderung gibt. Wenn der Arbeiter-Samariter-Bund seinen Vertrag kündigt, dann wird das Rote Kreuz den Rettungsdienst übernehmen,“ sagt Gerlinde Stern-Pauer, Büroleiterin von Landesrat Peter Rezar.