Erstellt am 11. Juli 2012, 00:00

Aus für Schule: Keine Klasse im Pannoneum. ENDGÜLTIGE SCHLIESSUNG / In zwei Jahren wird es keine Landwirtschaftliche Fachschule in Neusiedl am See mehr geben.

Sanierungsbedürftig. Um einen modernen Schulbetrieb aufrecht zu erhalten, ortete der burgenländische Rechnungshof einen finanziellen Aufwand von 6,2 Millionen Euro. Das war dem zuständigen Landesrat Andreas Liegenfeld zu teuer. Er wollte einen Schulzweig am Pannoneum etablieren, diese Pläne scheiterten.  |  NOEN
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VON PIA REITER

NEUSIEDL AM SEE / Die Landwirtschaftliche Fachschule in Neusiedl am See, bekannt auch unter dem Namen Fachschule für Agrar- und Familienmanagement, wird nun endgültig nicht mehr weitergeführt. Der geplante Schulzweig im Pannoneum lässt sich laut Friederike Pirringer, Direktorin der Landwirtschaftlichen Fachschule, nicht umsetzen: „Die Pläne die Schule ins Pannoneum einzugliedern wurden aufgegeben. Wir waren nicht kompatibel. Damit wird es einen derartigen Schulzweig mit Heimhilfe-Ausbildung im Burgenland so nicht mehr geben. Wir hatten ja auch Erwachsene als Schüler.“

Fest steht: Zwei Jahre wird die Schule noch weiter bestehen. „Zwei Jahre gibt es uns noch, im September wird jedoch kein neuer Jahrgang mehr aufgenommen. Die Eltern haben sich dafür eingesetzt, dass die Schüler ihre Ausbildung noch fertig machen dürfen“, sagt Pirringer.

Der Schulzweig werde in aller Qualität fertiggeführt, bestätigt auch Agrar-Landesrat Andreas Liegenfeld (ÖVP), danach werde die Schule aber geschlossen. Die Landesschule könne auch nicht in das Pannoneum, das eine Bundesschule ist, integriert werden. Der landwirtschaftliche Schwerpunkt sei in den letzten Jahren zu kurz gekommen, der Input in die Landwirtschaft damit auch zu gering.

Was mit dem Gebäude nach der Auflösung der Fachschule für Agrar- und Familienmanagement passiert, darüber will die Belig, -Beteiligungs- und Liegenschafts GmbH nach Ende des Schulbetriebs entscheiden.

Im Dezember 2011 kam ein Bericht des burgenländischen Rechnungshofes zu dem Schluss, dass das Gebäude der Landwirtschaftlichen Fachschule aufgrund des Alters und des Zustandes mit einem Aufwand von 6,2 Millionen Euro renoviert werden hätte müssen. Daher wurde die Schließung der Schule und des Internats empfohlen.