Erstellt am 18. Juni 2012, 15:36

Autobahn-Trickdiebe durch Festnahmen vergrault. Im März haben burgenländische Polizisten ein mutmaßliches Trickdiebe-Trio auf der Ostautobahn (A4) in Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) festgenommen. Die Männer sollen einer etwa 100-köpfigen organisierten Bande angehören, die sich auf Autobahnen spezialisiert hatte.

Seitdem bei den drei Serben die Handschellen klickten, sank die Zahl derartiger Delikte auf Null. "Wir haben die Autobahn-Trickdiebe damit offenbar vergrault", so ein Kriminalbeamter.

Von Oktober 2011 bis Anfang März seien entlang der Autobahnen A1 und A4 sowie auf der S1 mehr als dreißig Fälle angezeigt worden. "Wöchentlich waren es mehrere Fälle", sagte der Ermittler. Im März habe man zumindest drei Mitglieder dieser Bande festnehmen und ihnen acht Fälle nachweisen können, so die Sicherheitsdirektion Burgenland. Der angerichtete Schaden betrug dabei rund 30.000 Euro.

"Seither haben wir in Österreich offenbar Ruhe. Die Täter sind immer relativ gleich vorgegangen und haben Alleinreisenden oder ältere Personen vorgetäuscht, eine Reifenpanne zu haben oder deren Reifen aufgestochen und Hilfe angeboten. Währenddessen wurden den Opfern ihr ganzes Geld genommen. Oft waren diese Leute auf der Fahrt in ihr Heimatland und nach dem Zwischenfall dann ihre Ersparnisse von einem halben Jahr Arbeit in Österreich los", berichtete der Kriminalbeamte.

In Ungarn beschäftige sich eine eigene Ermittlungsgruppe mit der Bande. Alle drei im Burgenland festgenommenen Männer befinden sich in der Justizanstalt Eisenstadt in Untersuchungshaft. Sie sind laut Exekutive in zahlreichen anderen mitteleuropäischen Ländern einschlägig vorbestraft.