Erstellt am 14. März 2012, 00:00

„Bäume mussten weg“. BEUNRUHIGT / Weidener besorgt über Abholzung im neuen Baugebiet. „Kein Kahlschlag“, sagt Bürgermeister Schwartz.

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WEIDEN AM SEE /  Mehrere besorgte Weidener meldeten sich in der Vorwoche bei der BVZ: Dort wo viele Bürger gerne spazieren gehen - mitten im neu aufgeschlossenen Baugebiet, wäre ein regelrechter Kahlschlag passiert, so die Vorwürfe. Das letzte Stückchen unberührte Natur im Wohngebiet habe weichen müssen. Die Gemeinde habe zahlreiche alte Weiden und andere Bäume gefällt, um auch diese Fläche als Baugebiet nutzen zu können. Darüber hinaus hätten verschiedene Vogelarten darunter auch eine Nachtigall dort ihren Brutplatz gehabt. Tatsächlich sind die Bauplätze, die die Gemeinde für all jene anbietet, die sich dort ansiedeln möchten, beliebt. Der Anschluss zur Autobahn für Wien-Pendler ist außerdem nicht weit. Die Grundstückspreise im Vergleich zur benachbarten Bezirkshauptstadt niedriger.

Bürgermeister Wilhelm Schwartz (ÖVP) versteht die Bedenken der Bürger von Weiden und versucht zu beruhigen: "Nach Absprache mit der Bezirkshauptmannschaft mussten wir viele Bäume zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger von Weiden fällen, da diese kaputt und morsch waren und somit eine Gefährdung für die Bevölkerung darstellten. Vor Ostern werden voraussichtlich 150 neue Bäume im Erholungsgebiet der Weidener gepflanzt werden."

Entlang der Seestraße mussten auch Bäume gefällt werden. Natürlich werden diese wieder nachgepflanzt, jedoch in größeren Abständen als bisher, damit Autos dazwischen parken können. Auf diese Weise sollen mehr Parkplätze für das Seebad Weiden entstehen.