Erstellt am 14. Mai 2015, 05:50

von Theresa Gsellmann

„Bahnhofsbewohner“: „Es geht nur gemeinsam“. ÖBB will Lösung mit Gemeinde. Obdachloser soll in den Mannschaftsraum ziehen. Angebot ist weiterhin aufrecht.

Bahnkunden beschweren sich über Hab und Gut von Obdachlosem.  |  NOEN, BVZ
Die ÖBB würde es sich leicht machen und das Problem einfach auf die Gemeinde abwälzen, ist VP-Vizebürgermeister Franz Buchta vergangene Woche mit den Österreichischen Bundesbahnen hart ins Gericht gegangen.

Das stimme nicht, „wir können den Fall nur gemeinsam lösen“, sagt ÖBB-Sprecher Michael Braun. Deshalb habe das Unternehmen von sich auch die Lösung mit der Vermietung des Mannschaftsraumes angeboten.

„Habe Angst, dass sich die ganze Sache hochschaukelt“

Bei der ÖBB stößt die Reaktion der Gemeinde auf Unverständnis: „Wir verstehen nicht, warum eine gute Lösung für alle Beteiligten ohne konkrete Begründung plötzlich abgelehnt wurde, heißt es. Weder den Bürgern noch der Gemeinde würden Kosten entstehen, wenn der Mann die Miete von 100 Euro selbst bezahlen würde, die Unterschrift der Gemeinde sei „reine Formsache“, sagt Braun.

ÖVP und Liste Kittsee sind an einer gemeinsamen Lösung nach wie vor nicht interessiert. Das Thema sei Dauerbrenner in der Gemeinde. „Gerade halten sich die Beschwerden in Grenzen, aber ich habe Angst, dass sich die ganze Sache hochschaukelt“, sagt Buchta.

Auch die Liste Kittsee (LIKI) spielt den Ball zurück an die Bundesbahnen. „Die ÖBB muss sich endlich darum kümmern, dass ihre Liegenschaft nicht von Menschen verwüstet wird, die kein Recht dazu haben“, sagt LIKI Gemeinderat Emmerich Bachmayer.

Der Betroffene sei kein Bürger von Kittsee, und man habe in der Gemeinde eigene Sozialfälle, um die man sich kümmern muss, so Bachmayer. Das Angebot der ÖBB, den Mannschaftsraum der Gemeinde zu vermieten, bleibt dennoch weiterhin aufrecht, heißt es von der ÖBB.

Die BVZ hatte berichtet: