Erstellt am 13. Juni 2012, 00:00

Barrierefreier Zugang?. KIRCHE /  Im Zuge der Neugestaltung des Kirchenplatzes wird der Zugang zur Halbturner Kirche diskutiert. Denkmalschutz steht gegen Barrierefreiheit.

 |  NOEN
x  |  NOEN

HALBTURN / Der Kirchenplatz in Halbturn wird derzeit neu gestaltet. Die letzten Arbeiten sind im Gange und sollen in den kommen zwei bis drei Wochen fertiggestellt werden. Zu Diskussionen bei der Gemeinderatssitzung regte jüngst der Aufgang zur Kirche an.

Franz Unger von der Bürgerliste Halbturn (BLH) beanstandete das Fehlen einer eigenen Rampe, die einen barrierefreien Zugang möglich macht. Gerade an die ältere Generation, die die Kirche regelmäßig besuche, sei nicht gedacht worden. Rollstuhlfahrer oder Personen mit Gehhilfen, wie zum Beispiel Rollatoren, könnten den Haupteingang nicht benutzen, meint Unger.

Bürgermeister Markus Ulram (ÖVP) gibt zu bedenken, dass es sich bei der Halbturner Kirche um einen denkmalgeschützten Barockbau handelt. Es habe mehrere Besprechungen mit dem Bundesdenkmalamt gegeben. „Für eine Rampe hätte eine Mauer abgerissen werden müssen. Dagegen hat sich das Bundesdenkmalamt ausgesprochen“, sagt Ulram. Außerdem dürfe eine Rampe ein maximales Gefälle von zehn Prozent nicht überschreiten. Dafür sei der zur Verfügung stehende Platz aber nicht groß genug.

Alternativer Zugang soll  barrierefrei werden

Während der Bauarbeiten ist der Zugang zur Kirche für alle Kirchgänger nur über den Eingang im Kirchturm möglich. Geht es nach Bürgermeister Ulram, soll dieser Zugang in Zukunft barrierefrei gestaltet werden. Derzeit laufen noch Gespräche mit dem Grundeigentümer Graf Königsegg Aulendorf. Die Möglichkeiten einer Befestigung des derzeitigen Schotterweges werden abgewogen. „Es schaut gut aus“, ist Ulram zuversichtlich.

Diese Lösung ist für Franz Unger nicht zufriedenstellend. Man könne es den älteren Leuten nicht zumuten, um die Kirche herumzugehen. Bei Bauarbeiten in der heutigen Zeit müsse man an Barrierefreiheit denken, meint Unger. „Wenn der Wille da ist, findet man auch eine Möglichkeit“, bekräftigt er.