Erstellt am 23. Juni 2011, 14:16

Batteriediebe brachten ÖBB-Fahrgäste im Burgenland in Gefahr. Relativ glimpflich ist ein gefährlicher Vorfall mit einer Lok der ÖBB am Bahnhof Mönchhof-Halbturn ausgegangen.

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Als der Triebwagen in den Bahnhof einfuhr, war die Batterielade seitlich rund einen Meter ausgefahren und beschädigte einen Bahnsteig. Wartende Passagiere kamen nicht zu Schaden. Wie sich erst bei der Reparatur der Lok herausstellte, dürfte versuchter Batteriediebstahl die Situation ausgelöst haben. Der Vorfall ereignete sich bereits vergangenen Donnerstag, so die Sicherheitsdirektion Burgenland heute, Donnerstag.

Ursprünglich hatten die ÖBB die Sache als Unfall eingestuft. In der Werkstatt entdeckten die Techniker jedoch, dass an den insgesamt zehn Schlössern der gesicherten Batterielade manipuliert wurde. Offenbar hatten unbekannte Täter bereits am Bahnhof in Gols versucht, die Batterie aus der Halterung auszubauen, konnten ihr Werk aber nicht beenden und schoben die Vorrichtung ohne Sicherung wieder zurück in den Triebwagen.

Die ÖBB gingen davon aus, dass die Batterielade danach in einer Kurve zwischen Gols und Mönchhof-Halbturn selbstständig ausgefahren ist. Der Gesamtschaden an Lok und Bahnsteig wird mit etwa 25.000 Euro beziffert.