Erstellt am 13. März 2013, 00:00

„Bauernmarkt soll vor Rathaus bleiben“. Nach Kunden-Befragung / Mehrheit will Bauernmarkt am Hauptplatz, Öffnungszeiten wurden von 9.30 bis 13.30 Uhr geändert.

 |  NOEN
Von Pia Reiter

NEUSIEDL AM SEE /  Am Freitag, dem 22. März startet der Bauermarkt in eine neue Saison. Gleich bleiben, geht es nach dem Verein der Direktvermarkter, zu dem sich die 13 Anbieter zusammengeschlossen haben, soll der Standort vor dem Rathaus. Geändert wurden die Öffnungszeiten. Statt von zehn bis 15 Uhr gibt es die selbst erzeugten Produkte nun von 9.30 bis 13.30 Uhr. Das sind Ergebnisse und Wünsche einer Kundenbefragung, die nun zu Beginn der Saison 2013 umgesetzt werden.

Ergebnis: 65 Prozent mit Standort zufrieden 

Eva Ulram, Beraterin für die Direktvermarkter im Landwirtschaftlichen Bezirksreferat Neusiedl am See, erklärt: „Wir haben insgesamt 71 Kunden zu drei Terminen befragt und diese sind zu 65 Prozent mit dem bisherigen Standort zufrieden und glauben, dass ein Standortwechsel kaum von Vorteil wäre.“ Begründet wurde dies damit, dass beim Verlegen des Bauernmarktes der Verlust der „Laufkundschaft“ den Marktanbietern einen erheblichen Schaden zufügen würde, durch einen Rückgang der wöchentlichen Verkaufsumsätze. Als Grund dafür ist laut Ulram anzuführen, dass der Markt beim Vorbeifahren auf der Hauptstraße nicht mehr gesehen wird, da der Platz am Anger sich in einer Seitenstraße zur Hauptstraße befindet. Darüber hinaus stünden am Anger weniger Parkplätze in unmittelbarer Nähe des Marktes zur Verfügung, als entlang der Hauptstraße. Der dadurch längere Fußmarsch vom geparkten Auto würde wiederum ältere Personen beim Marktbesuch und beim Einkaufen einschränken.

21 Prozent sind laut der Befragung mit dem derzeitigen Standort direkt vor dem Rathaus weniger oder nicht zufrieden.

Bei der Frage „Würde Ihnen ein Standort am Angerplatz besser gefallen?“ antworteten 24 Prozent der befragten Bauernmarkt-Kunden mit „Ja“, jedoch gaben 58 Prozent an, dass sie mit dieser Veränderung nicht einverstanden wären.

Bürgermeister Kurt Lentsch (ÖVP) meint zur Standortfrage: „Ich finde das Angerl besser, allerdings gab es in der Vergangenheit keine Übereinstimmung mit den Marktfahrern.“ Vizebürgermeisterin Lisa Böhm (SPÖ), die in ihrem Ressort für die Märkte zuständig ist, sagt: „Ich verstehe, dass die Anbieter vom Bauernmarkt beim Vorbeifahren gesehen werden wollen. Am Anger ist das eben nicht der Fall, wobei der Platz für Veranstaltungen gut geeignet ist.“

Genutzt wird der Platz am Anger zum Beispiel für das jährliche Adventdorf der Stadtgemeinde. Auch sind verschiedene Themenmärkte geplant: In diesem Jahr wird es wieder vom 11. bis 13. Juli einen Fischmarkt mit buntem Markttreiben am Angerl geben. Außerdem wird ein Kunsthandwerksmarkt vom 26. - 28. Juli stattfinden.