Erstellt am 06. Februar 2013, 00:00

„Baum war gesund“. Unmut wegen Baumfällung / Weidens Bürgermeister Schwartz sah „Gefahr im Verzug“. Für die Grünen ist Abholzung nicht immer die Lösung.

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WEIDEN AM SEE / “Wir fordern einen Baumkataster“, sagt Elvira Schaffrian von den Grünen, „damit endlich klar wird, welche Bäume gesund sind und wo wirklich „Gefahr in Verzug“ herrscht.“ Wieder sei ein völlig gesunder Baum gefällt worden.

Am Beginn des Kanals neben der Feriensiedlung neben dem Bootshaus, in dem früher das Einsatzboot der Weidener Feuerwehr untergebracht war, wurde im Auftrag der Gemeinde ein Weidenbaum gefällt. „Ein Ast ist bereits auf das Dach des Bootshauses gefallen. Ich möchte nicht verantworten müssen, dass einmal jemand verletzt wird“, sagt Bürgermeister Wilhelm Schwartz (ÖVP).

Schon vergangenes Jahr haben Baumabholzungen in der Gemeinde für Aufregung gesorgt. „Viele der Bäume sind gesund gewesen, wie auch diese Weide mit einem Stammdurchmesser von 75 Zentimeter“, erklärt Andreas Rohatsch, Gemeinderat der Grünen. Wegen eines morschen Astes müsse man nicht gleich einen ganzen Baum umschneiden.

Seinen Unmut hat er auch bei der Bezirkshauptmannschaft in Neusiedl am See deponiert. Da dieses Grundstück gemäß Flächenwidmungsplan als “Grünland Forst” gewidmet ist, ist in diesem Falle die Forstabteilung zuständig. „Für mich stellt sich die Frage, ob jeder ohne Genehmigung einfach einen Baum fällen darf“, ärgert sich Rohatsch.

Bezirkshauptmann Martin Huber erwartet einen Bericht der Gemeinde Weiden am See. Dann werde der Fall umgehend geprüft.