Erstellt am 12. August 2015, 05:51

von Pia Reiter

Beirat: Hallenbad soll saniert werden. Beiratsvorsitzender Franz Kast möchte Neusiedler Hallenbad sanieren, an Strategiepapier und Investitionsplan wird gearbeitet.

Sanierung. Im Hallenbad sollen Dach, Fenster und Technik erneuert werden. Dazu ist geplant, 5 Millionen Euro zu investieren. Foto: Reiter  |  NOEN, Reiter
Derzeit wird hinter den Kulissen des Hallenbads fleißig gearbeitet: Nicht nur Freizeitbetriebe-Geschäftsführer Georg Glerton versucht, das Hallenbad vor der Schließung zu bewahren.

Beiratsvorsitzender Franz Kast arbeitet an einem Strategiepapier und Investitionsplan, um die Zukunft des Hallenbades sicher zu stellen. Geplant ist, laut Kast, das Hallenbad um 5 Millionen Euro zu sanieren. Dach und Fenster müssen erneuert, sowie die veraltete Technik, wie die Wasseraufbereitung, getauscht werden.

Finanzierung über 4 Säulen-Modell angedacht

Finanziert werden soll das durch ein 4-Säulen-Modell: Die Besucher sollen zehn statt acht Euro Eintritt zahlen, die Gemeinden im Bezirk beteiligen sich mit einem Solidaritätsbetrag, die Stadtgemeinde übernimmt einen Teil und schließlich soll das Land die Renovierung mit Fördermittel unterstützen.

„Aufgeteilt auf vier bleibt für jeden 1,25 Millionen Euro, auf zehn Jahre verteilt sind das 125.000 Euro pro Jahr. Das ist in Wahrheit machbar, da gehört nur der Wille dazu. Das fängt beim Landeshauptmann an und hört bei den Gemeinden in der Region auf. Ich glaube, dass auch eine Preisanpassung verstanden wird, wenn ordentlich investiert wird und die Qualität passt. Dazu muss auch die Dienstleistung verbessert werden“, erklärt Kast.

Kast: Hallenbad vergleichbar mit Kindergarten

Kast erwartet sich vom Neusiedler Gemeinderat ein klares Bekenntnis zum Hallenbad: „Das Thema gehört nicht in Tages- oder Parteipolitik, das ist etwas, das die ganze Region betrifft und kein Neusiedl-Thema“, bekräftigt er. Deshalb soll es im September mit dem dann fertigen Strategiepapier zur Renovierung des Hallenbades zum Gespräch zu Landeshauptmann Hans Niessl gehen.

„Fragt man mich: Muss eine Gemeinde mit 8.000 Einwohnern ein Hallenbad haben? Dann ist meine klare Antwort Ja“, betont Franz Kast. Für ihn ist das Hallenbad eine Infrastruktureinrichtung, wie zum Beispiel ein Kindergarten.

„Das Hallenbad deckt viele Facetten ab von der Schwimmausbildung der Kleinen, über eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, die Gesundheit bis zu den Schulen, dem Tourismus. Es muss ein Qualitätsangebot für die Bürger sein. Oft hört man nur von den Kosten, die so ein Hallenbad verursacht, nicht aber was es für die Bürger bringt“, meint Kast.