Erstellt am 01. April 2016, 11:20

von LPD Burgenland

Bekannter „Neffentrick“-Täter erneut zwei Mal gescheitert!. Mit dem Versuch, durch Betrug mit dem Neffentrick zu Geld zu kommen, ist ein bisher Unbekannter am Donnerstag im Bezirk Neusiedl wieder zweimal gescheitert.

 |  NOEN, Werner Müllner
Der bereits stimmlich bekannte Mann mit deutschem Akzent versuchte zwei Frauen, 63 und 75 Jahre alt, Geld herauszulocken. Es entstand kein Schaden, da die Pensionistinnen das Gespräch beendeten und die Anzeige erstatteten.

75-Jährige um Hilfe bei Wohnungskauf gebeten

Gegen 11.00 Uhr hatte der Täter die 75-Jährige angerufen und gemeint, dass er sich derzeit in Bratislava befinden und finanzielle Hilfe für einen Wohnungskauf benötigen würde. Er habe zwar einen Scheck bei sich, dieser würde aber von dem Wohnungseigentümer nicht akzeptiert werden.

Der Mann bot auch an, sich das Geld von der Pensionistin persönlich zu holen. Dazu kam es aber nicht, da das Gespräch beendet wurde.

Da dieser Versuch erfolglos war, meldete sich der Täter nach etwa drei Stunden bei einer 63-Jährigen und verwickelte diese in ein Gespräch, wobei die Pensionistin den Namen Herbert nannte. Der Mann griff dies sofort auf und sagte, dass er dieser Herbert sei

"Verkühlung" als Erklärung für Stimme ...

Auf den Vorwurf der Frau, dass seine Stimme anders klingen würde, entschuldigte sich der Täter und entgegnete ihr, dass er derzeit an einer Verkühlung leiden würde. Die Frau beendete dann das Gespräch und legte auf.

Kurz danach meldete sich der Anrufer neuerlich und sagte, dass er derzeit in Bratislava sei und für eine Wohnung einen niedrigen sechsstelligen Eurobetrag als Kaution hinterlegen müsse. Von seiner Bank würde er jedoch erst am Freitag Geld bekommen.

Der Betrüger bot der Frau an, dass sie ihm anstatt Bargeld auch Goldbarren, Schmuck oder Münzen übergeben könne. Als das vermeintliche Opfer dem Täter einen wertvollen Oldtimer anbot, sagte er, dass dies nicht ausreichen würde und legte auf.
 
In keinem der beiden Fälle entstand ein Schaden. Es kam weder zu einer Geldübergabe noch zur Übergabe von Sachwerten. Wie bei den letzten Fällen suchte der Täter auch diesmal Opfer aus dem Telefonbuch, deren Vornamen auf Frauen älteren Semesters schließen lassen.